Deutschland - Dienstleistungen von Architekturbüros bei Freianlagen - Marburg Hauptwege Oberstadt | Wettbewerbsergebnisse Korrektur
Buyer: Magistrat der Universitätsstadt Marburg
Country: Germany
Procedure: Restricted procedure
Sector (CPV): Architecture & engineering services (71222000)
Aperlena: https://aperlena.com/en/t/deutschland-dienstleistungen-von-architekturburos-bei-freianlagen-marburg-hauptwege-oberstadt-wettbewerbsergebniss-27278b58e0
Official notice: https://ted.europa.eu/en/notice/-/detail/433201-2026
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01
Description
ART DES WETTBEWERBS Nicht offener Freiraumplanerischer Realisierungswettbewerb (RPW 2013) mit vorangeschaltetem Teilnahmewettbewerb für Landschaftsarchitektur / Freiraumgestaltung Anzahl der in Erwägung gezogenen Teilnehmer: max. 12, davon 4 gesetzte Büros: - bbz Landschaftsarchitekten, Berlin - TERRA.NOVA, Landschaftsarchitekt Stadtplaner, München - Greenbox Landschaftsarchitekten Partnerschaftsgesellschaft mbB, Köln - Studio Polymorph, Berlin
Gegenstand des nichtoffenen freiraumplanerischen Realisierungswettbewerb ist die Neugestaltung der Hauptachse der Marburger Oberstadt, der Wettergasse als historische Einkaufsstraße, dem Barfüßer "Tor" als historischer Stadteingang und dem Schuhmarkt als historischer Stadtplatz mit Schwerpunkt auf einer einheitlichen, klimaangepassten und barriereärmeren Gestaltung sowie die gestalterische Weiterentwicklung der Barfüßerstraße und des Marktplatzes, ausgehend von einer heute funktionsfähigen und gestalterisch attraktiven Hauptachse. Mit ihren verwinkelten Gassen, den prägnanten historischen Bauten und ihrer topografischen Lage ist die Marburger Oberstadt ein einzigartiges Ensemble, das sowohl für Bewohnerinnen, Gewerbetreibenden als auch Besucher*innen identitätsstiftend ist und wichtige Funktionen des Zusammenlebens und Daseinsvorsorge beherbergt. Die zentrale Achse durch die Oberstadt - von der Wettergasse über die Barfüßerstraße bis zum Barfüßer Tor - bildet das Rückgrat dieser historisch gewachsenen Stadtstruktur. Als Haupterschließung, Einkaufsstraße, Stadtplatz und historisches Entree vereint sie vielfältige Funktionen: Einkaufen, Flanieren, Verweilen, Begegnen, Veranstalten - und ist deshalb von hoher Bedeutung für die städtische Klimaanpassung und Barrierefreiheit. Die Wettergasse als historische Hauptachse und Einkaufsstraße ist einer der belebtesten Räume der Oberstadt. Mit ihrer dichten Bebauung, einer starken Nutzung durch Fußgänger*innen sowie Lieferverkehre und ihrer Bedeutung als Durchgangsraum weist sie heute jedoch nur eingeschränktes Entwicklungspotenzial im Sinne klimagerechter Freiraumgestaltung auf. Gleichzeitig stellen historische Elemente wie der ehemalige Brunnen und die Lage an der städtischen Wasserscheide wichtige Bezugspunkte dar, um neue gestalterische und funktionale Qualitäten zu entwickeln. Das Barfüßer Tor markiert den historischen westlichen Eingang zur Oberstadt. Hier weitet sich der Straßenraum zu einem Übergangsbereich, der weit mehr Potential besitzt als die aktuelle Gestaltung als funktionaler Verkehrsraum. Es bietet sich die Chance, aus einem stadträumlich wenig gefassten Zwischenraum einen eigenständigen Platzbereich zu entwickeln, der Aufenthaltsqualitäten schafft, gestalterisch an bestehende Oberstadtbereiche anknüpft und dabei zugleich Anforderungen wie Busverkehr, Anlieferung und Barrierefreiheit berücksichtigt. Durch qualifizierte Baumpflanzungen, Entsiegelung und differenzierte Belagsstrukturen soll hier ein Raum mit neuer Aufenthaltsqualität und klimaresilienter Freiraumgestaltung entstehen. Die Barfüßer Straße sowie der Marktplatz bilden wichtige Scharniere und Aufenthaltsorte innerhalb des Stadtensembles und sollen im Sinne einer durchgehenden Gestaltung berücksichtigt werden. Insbesondere die barriereärmere Gestaltung, der Umgang mit Regenwasser, die Integration neuer Begrünungsmaßnahmen und eine funktionale wie gestalterische Weiterentwicklung der Stadtmöblierung und Beleuchtung stehen im Fokus. Der Schuhmarkt, einst auch als Friedhof genutzt, bietet heute im engen Raum der Oberstadt eine der wenigen räumlichen Aufweitungen. Damit besitzt er großes Potenzial, um als Aufenthaltsraum für die Anwohner*innen gestärkt und klimagerecht weiterentwickelt zu werden. Die gesamte Oberstadt ist im Sinne der Hitzevorsorge ein hoch belasteter Raum, wie das Klimaanpassungskonzept Marburg 2023 ermittelt hat. Die unmittelbare Verbindung zu internen Grünräumen und die beabsichtigte Integration von Retentionsanlagen birgt in Summe gewisses Potenzial für Maßnahmen zur notwendigen Anpassung des Quartiers an den Klimawandel. Die topographischen Gegebenheiten sorgen bei Starkregen zur ungebremsten Ableitung der Niederschläge in Richtung Barfüßerstraße und den südlich an-grenzenden Bereichen, was zu Überschwemmungen unterhalb der Oberstadt führt. Ziel des Wettbewerbs ist es, die zentralen Hauptachsen der Marburger Oberstadt als zusammenhängenden Stadtraum einheitlich, klimagerecht und barrierearm zu gestalten. Dabei sollen vorhandene Qualitäten aufgenommen und weiterentwickelt, bestehende funktionale Anforderungen integriert und neue Gestaltungsspielräume genutzt werden. Die Neugestaltung versteht sich als modellhafte Maßnahme im Sinne der Klimaanpassung und soll auch für künftige Freiraumprojekte in der Oberstadt richtungsweisend sein. Das Wettbewerbsgebiet soll als durchgängiger, lebendiger und resilienter Stadtraum mit hoher Aufenthaltsqualität und gestalterischer Qualität erlebt werden - ohne dabei die Eigenheiten und historischen Besonderheiten der einzelnen Teilbereiche zu verlieren. ___________________________________________________________________________ Die Stadt Marburg lädt mit diesem Wettbewerb dazu ein, die historische Mitte zukunftsorientiert weiterzudenken. Die Beauftragung soll mindestens die Leistungsphasen 2 bis 5 Objektplanung Freianlagen gemäß § 39 Abs. 3 HOAI für die ersten Teilbereiche Wettergasse und Barfüßer Tor umfassen. Die Realisierung für die beiden ersten Teilbereiche ist für 2027 - 2029 vorgesehen, der weiteren Teilbereiche voraussichtlich ab 2029. KRITERIEN FÜR DIE AUSWAHL DER TEILNEHMER: Zur Auswahl der Teilnehmenden ist dem Wettbewerb ein Bewerbungsverfahren vorgeschaltet. Es werden Landschaftsarchitekt*innen, gesucht, die Erfahrung in der Planung von zentralen Freiräumen mit der Aufgabe in Marburg vergleichbarer Komplexität haben. Nachzuweisen ist mindestens eine Planung oder Realisierung von einem entsprechenden innerstädtischen freiräumlichen Projekt (Mindestgröße 0,3 ha) in den letzten 10 Jahren (Planung und Realisierung und/oder Wettbewerbserfolg (Preis oder Anerkennung). Voraussetzung ist, dass die Projektleitung durch die sich Bewerbenden erfolgt ist. Die Referenzleistung kann von den sich Bewerbenden auch in einem anderen Büro (z. B. als leitende Mitarbeiter*In) erbracht worden sein, wenn darüber eine Bestätigung der Projektleitung durch dieses Büro nachgewiesen wird.
Official source
Source: TED - Tenders Electronic Daily (Publications Office of the EU)
The buyer has too few awards of its own in this sector, so this is the range of the last 2,000 awards for Architecture & engineering services in Germany.
€1€92.5M
Median award
€239,395
Middle half of past awards
€102,873 to €528,277
TED - Tenders Electronic Daily (Publications Office of the EU) publishes no value for this notice, so it has no mark on the scale. The official documents may state one.
Award values as published by the official sources. Use them as a guide, not a rule: scope, lots and duration differ between contracts.
of the awards went to the three most frequent winners
3%
buyers awarded contracts here
3,478
Based on 12,515 awards with a named winner over the last 3 years. Counted by award, not by value, because lot and framework amounts are not comparable.
Concentrated means the three most frequent winners took 65% or more of the awards; many suppliers, under 35% with at least ten different winners.
Competition
tenders per lot on average (open and restricted procedures)
5.5
of those lots received a single tender
11%
of the awards went to companies based in another country
1%
of the tenders came from another country
5%
As the official award notices state them, over the last 3 years. Tenders per lot count open and restricted procedures only: in a negotiated procedure or a direct award a single tender is the procedure itself. The country is the one the notice gives for the winner.
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Change history
Every time an official source republished this notice with different content. We watch every source we index, including regional copies of the same notice.
Award date
Was:June 10, 2026
Now:
June 10, 2026
Scope and criteria
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