TED - Tenders Electronic Daily (Publications Office of the EU)verified 1 week agoContract notice
Germany - Engineering services - Structural engineering design for the renewal of the operating licence and the in-depth safety review of the Aar Dam, Lahn-Dill district
OriginalDeutschland - Dienstleistungen von Ingenieurbüros - Objektplanung Ingenieurbauwerke für die Neuerteilung der Betriebserlaubnis und die vertiefte Sicherheitsprüfung zur Aartalsperre, Lahn-Dill-Kreis
Germany - Engineering services - Structural engineering design for the renewal of the operating licence and the in-depth safety review of the Aar Dam, Lahn-Dill district
Buyer: Der Kreisausschuss des Lahn-Dill-Kreises
Country: Germany
Procedure: Negotiated procedure
Sector (CPV): Architecture & engineering services (71300000)
Aperlena: https://aperlena.com/en/t/deutschland-dienstleistungen-von-ingenieurburos-objektplanung-ingenieurbauwerke-fur-die-neuerteilung-der-betriebserl-98d1c56032
Official notice: https://ted.europa.eu/en/notice/-/detail/781936-2025
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Summary
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The committee of the Lahn-Dill district, acting through Department 22 for fire protection, rescue services, civil and disaster control, operator of the Aar Dam near Bischoffen, is procuring structural engineering object planning services for civil engineering works. The aim is to apply for a new operating licence and to carry out the forthcoming in-depth safety review, which will require structural upgrading works on the dam. The dam retains the River Aar, a left tributary of the Dill, with a catchment of 60.5 square kilometres, comprising a nature reserve pre-basin and a main basin, and serves primarily for flood protection, storing up to 1.85 million cubic metres in winter and 1.4 million cubic metres in summer.
02
Description
Objektplanung Ingenieurbauwerke für die Neuerteilung der Betriebserlaubnis und die vertiefte Sicherheitsprüfung zur Aartalsperre, Lahn-Dill-Kreis
Objektplanung Ingenieurbauwerke für die Neuerteilung der Betriebserlaubnis und die vertiefte Sicherheitsprüfung zur Aartalsperre im Lahn-Dill-Kreis Der Kreisausschuss des Lahn-Dill-Kreises vertreten durch die Abteilung 22 - Brandschutz, Rettungsdienst, Zivil- und Katastrophenschutz ist Betreiber der Aartalsperre. In dieser Funktion plant er die Beantragung zur Neuerteilung der Betriebserlaubnis und die anstehende vertiefte Sicherheitsprüfung. In diesem Zusammenhang sind bauliche Ertüchtigungsmaßnahmen an der Talsperre vorzunehmen. Die Aartalsperre liegt oberhalb der Ortschaft Bischoffen und riegelt das Tal der Aar, einem linken Nebenfluss der Dill, ab, mit einem Einzugsgebiet von 60,5 km². Die Talsperre besteht aus einem Vorbecken, welches als Naturschutzgebiet ausgewiesen ist, und einem Hauptbecken; das Hauptbecken ist kein ausgewiesenes Naturschutzgebiet. Die Wasserfläche ist ausgewiesenes Hochwasserschutzgebiet. Neben der Aar entwässern der Stadterbach und der Wilsbach ins Vorbecken, der Weidbach und der Meerbach direkt ins Hauptbecken. Die Talsperre dient in erster Linie dem Hochwasserschutz. Im Winter, der Zeit der größten Hochwassergefahr, ist die Talsperre in der Lage, 1,85 Millionen m³ Hochwasser zu speichern, im Sommer 1,4 Millionen m³. Dieser Stauinhalt im Winter entspricht in etwa einem Hochwasserereignis eines statistischen Wiederkehrintervalls von 100 Jahren. Die Steuerung der Talsperre im Hochwasserfall erfolgt in Abhängigkeit zu dem kurz unterhalb der Talsperre in die Aar mündenden Siegbach, das heißt, es wird angestrebt, dass die Summe aus Siegbach und Aartalsperre nicht mehr als 10 m³/s beträgt; bei Abflüssen des Siegbaches über 10 m³/s wird damit der Abfluss der Talsperre auf null reduziert. Noch höhere Abflüsse können gefahrlos für Damm und Absperrbauwerk über die Hochwasserentlastungsanlage, einem in sich durchdrungenen Doppelkelch, bis zu einer Wassermenge von 75 m³/s ins Unterwasser abgeführt werden. Neben dem Hochwasserschutz dient die im Sommer 57,4 ha große Hauptsperre der Niedrigwasseranreicherung. Unabhängig von dem Zufluss, der auf ca. 13 l/s zurückgehen kann, wird die Talsperre zur Niedrigwasseranreicherung der Aar 50 l/s abgeben und damit einen Beitrag zur Erhaltung ökologischer Vielfalt der Aar unterhalb der Talsperre in den kritischen trockenen Sommermonaten leisten. In die Talsperre hat die EAM als örtlicher Energieversorger eine Turbine zur Stromerzeugung eingebaut. Es handelt sich hierbei um eine Durchströmturbine, welche besonders gut geeignet ist, sowohl kleinere Wassermengen als auch Wassermengen von bis zu 4,0 m³/s energetisch zu nutzen, bei einer maximalen Leistung von 250 kW. Daneben wurde der EAM in beschränktem Umfang ein Schwallbetrieb genehmigt. Dadurch erhält die EAM die Möglichkeit, im Tagesverlauf aufgestautes Wasser in kürzeren Zeitintervallen zur Abdeckung tageszeitbedingter Lastspitzen zu nutzen. Die Anliegergemeinden nutzen das Hauptbecken zudem seit Jahren für die Freizeitgestaltung. Das Vorbecken wiederum ist in erster Linie dem Naturschutz vorbehalten. Hier hat die Naturschutzbehörde durch den Bau von 21 Inseln unterschiedlichen Aufbaues, Materials und Oberflächengestaltung unter Einbeziehung der ehemaligen Materialentnahmen für die Dammbauwerke ein Naturschutzgebiet geschaffen, welches u.a. von zahlreichen Vogelarten angenommen wurde. Entgegen der Regelung im Hauptbecken hat das Vorbecken ganzjährig einen durch eine Wehranlage gehaltenen Dauerstau, der zwei bis drei Meter über dem Stau der Hauptsperre liegt. Da die Hauptsperre unter anderem auch fischereilich genutzt wird, ein Abwandern der Fische in das Naturschutzgebiet Vorsperre aber unterbunden werden soll, wurde auf einen Fischaufstieg von der Haupt- in die Vorsperre verzichtet. Die aktuelle Betriebserlaubnis der Aartalsperre ist bis zum Jahr 2032 befristet. Für die Beantragung der Neuerteilung sind alle statischen Nachweise zu erbringen und mit der Aufsichtsbehörde inhaltlich abzustimmen, die zudem für eine vertiefte Sicherheitsprüfung erforderlich sind. Daher soll die vertiefte Sicherheitsprüfung im Anschluss an die Beantragung der Neuerteilung der Betriebserlaubnis und unter Einhaltung der Vorgaben des angefügten Pflichtenheftes „Aartalsperre Vertiefte Sicherheitsprüfung“ mit Stand vom 25.09.2025, durchgeführt werden. Das Pflichtenheft ist mit dem Regierungspräsidium Gießen als zuständige Aufsichtsbehörde inhaltlich abgestimmt und Grundlage der gegenständlichen Leistungen. Die anstehenden Maßnahmen stellen keine wesentlichen Änderungen an der Anlage dar. Die Durchführung von Maßnahmen ist formell zu beantragen. Der Bericht zur letzten Sicherheitsüberprüfung aus dem Jahr 2013 enthält bereits Aspekte, die mit der gegenständlichen Maßnahme zu berücksichtigen sind und wesentliche Planungskernpunkte darstellen: • Die Asphaltschicht am Hauptdamm muss erneuert werden. • Drainageleitungen im Hauptdamm (quer zum Damm) sind defekt. Eine Reparatur oder ein neues System ist erforderlich. • Drainageleitungen am Fuß des Deiches zur Ortslage Hohenahr-Ahrdt muss luftseitig bzgl. Einwuchs von Baumwurzeln kontrolliert werden. Neue Leitungen sind nach dem aktuell gültigen Regeln der Technik zu verbauen. • Rechen an den Grundablässen und der „EAM-Turbine“ müssen aufgrund neuer Vorgaben zu Abständen ausgetauscht werden. • Am Überlaufbauwerk der Vorsperre soll eine Möglichkeit geschaffen werden, den Schieber trocken zu legen, z. B. durch vorgelagerte Schienen oder U-Profile für Metallplatten. • Für die beiden Ablasstrichter ist die Notwendigkeit einer Betonsanierung zu prüfen und nach Bedarf umzusetzen. • 2 vorhandene Pumpwerke in den Ortslagen Ahrdt und Mudersbach sollen als Bestandteile der vertieften Sicherheitsprüfungen mit aufgenommen werden. • Sowie alle weiteren Leistungsumfänge der vertieften Überprüfung gemäß beigefügtem Pflichtenheft.
Official source
Source: TED - Tenders Electronic Daily (Publications Office of the EU)
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