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Development of a toolbox for municipalities in NRW for integrated data use in the areas of climate, environment, health and social affairs

Original Entwicklung einer Toolbox für Kommunen in NRW zur integrierten Datennutzung in den Bereichen Klima - Umwelt - Gesundheit - Soziales

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The Ministry of the Environment, Nature Conservation and Transport of North Rhine-Westphalia awarded a contract to develop a toolbox for municipalities in NRW. The toolbox supports integrated use of climate, environmental, health and social data when planning healthy neighbourhoods. It should help municipalities consider heat, noise and pollutant exposure as well as social conditions together from the start, avoid planning errors and duplicate work, find synergies, save money and distribute health-promoting resources such as green space fairly. The contract was awarded to the Wuppertal Institute for Climate, Environment and Energy GmbH.

Description

Klima- und Umweltfaktoren wie Hitze, Lärm- und Schadstoffbelastungen wirken auf die menschliche Gesundheit ein und können Gesundheitsstörungen mit verursachen. Hinzu kommt die soziale Lage, die in engem Zusammenhang mit der Gesundheit steht. Bei kommunalen Planungen mit dem Ziel der gesundheitszuträglichen Gestaltung von Quartieren müssen diese vielfältigen Einflüsse und Bedingungen so weit wie möglich gemeinsam - integriert - von Beginn an in den Blick genommen werden. Zudem sollen gesundheitliche Ressourcen wie Natur, öffentliches Grün, ruhige Gebiete u. v. m. im Sinne von Umweltgerechtigkeit und gesundheitlicher Gerechtigkeit möglichst ausgeglichen für die Bevölkerung verteilt sein. Integrierte Betrachtungen und Herangehensweisen haben viele Vorteile und Mehrwerte für Kommunen, die es zu "heben" gilt: - Planungsfehler oder "Nachplanungen" werden vermieden - Parallelplanung und Doppelarbeiten werden vermieden - Synergien werden entdeckt und können genutzt werden - Finanzielle Mittel können eingespart werden durch Maßnahmen, die auf mehrere Handlungsfelder einzahlen - Gesundheitsschädliche Verhältnisse werden vermieden oder minimiert - Gesundheitsförderliche Verhältnisse können von Anfang an berücksichtigt werden - Nachhaltigkeit wird gelebt und gefördert - Nicht zuletzt wird die Kommunikation und Zusammenarbeit innerhalb der Verwaltung durch gegenseitiges Verständnis der jeweils fachfremden Bereiche unterstützt. Dazu liegen bereits vielfältige Forschungsergebnisse und Literatur vor, die bestimmte Problematiken und Bedarfe integrierter Vorgehensweisen beleuchten (z. B. MPUG: https://www.umweltportal.nrw.de/documents/20121/114382/Pilotprojekt_integrierte_Berichterstattung.pdf oder UBA: https://www.umweltbundesamt.de/publikationen/gemeinsam-planen-fuer-eine-gesunde-stadt). Für eine integrierte Betrachtung auf Quartiersebene (oder kleinräumiger) erforderlich sind aktuelle Klima- und Umweltdaten, Sozialdaten und - soweit möglich - Gesundheitsdaten, wobei letztere insbesondere aus Gründen des Datenschutzes häufig nur auf Kreisebene zur Verfügung stehen. Gleichermaßen von Belang sind Daten zu Erholungsgebieten, Frischluftschneisen, ruhigen Gebieten sowie demographische Daten in geeigneter räumlicher Auflösung. Wo geeignet und vorhanden, können auch Daten zum energetischen Zustand von Gebäuden eine Rolle spielen. Zur integrierten Betrachtung werden Werkzeuge (Modelle oder Software-Tools) zur Verschneidung von Daten benötigt. Mittels Indikatoren und Indexen können Sachverhalte und Zustände in geeigneter Art und Weise abgebildet werden. Die Werkzeuge und Indikatoren/Indexe müssen dem Ziel der jeweiligen integrierten Betrachtung dienen: je nachdem, ob es beispielsweise um Quartiersplanung oder Lärmaktionsplanung geht, müssen die Werkzeuge geeignet sein, auf bestimmte Datenquellen und Datenformate zugreifen zu können und Daten zu kombinieren. Einige Kommunen, vor allem große Städte, haben sich bereits auf den Weg gemacht, so dass auch bereits aus guten Praxisbeispielen gelernt werden kann oder diese weiterentwickelt werden können. Viele Kommunen wünschen hierbei aber auch noch Unterstützung und auch die unterschiedlichen Gegebenheiten und Bedarfe großer kreisfreier Städte und kreisangehöriger Kommunen sind mit zu betrachten. Dem soll mit diesem Auftrag nachgekommen werden. Nach einer Überprüfung des Bedarfs anhand einer Befragung ausgewählter Kommunen soll hierzu eine "Toolbox für NRW" erstellt werden, die geeignete aktuelle Daten inklusive deren Verfügbarkeit, Exportmöglichkeiten und den Zugang dazu umfasst, sowie Angebote zur Datenintegration darstellt und auf die Bildung geeigneter Indexe eingeht. Die Toolbox wird öffentlich zugänglich sein, soll aber vor allem Kommunen darin unterstützen, für integrierte Betrachtungen und Planungen in ihrem Bereich schnellen Überblick und Zugriff auf verwendbare Daten, Indexe und Verschneidungswerkzeuge zu gewinnen und ihnen damit integrierte Planungen zu erleichtern.

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Source: Vergabemarktplatz NRW (open data satellites)

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