Deutschland - Museumsausstellungen - Gestaltung einer neuen Dauerausstellung im Willy-Brandt-Haus Lübeck
Auftraggeber: Bundeskanzler-Willy-Brandt-Stiftung d.ö.R.
Land: Deutschland
Verfahren: Verhandlungsverfahren
Branche (CPV): Kultur, Sport & Freizeit (92521100)
Aperlena: https://aperlena.com/de/t/deutschland-museumsausstellungen-gestaltung-einer-neuen-dauerausstellung-im-willy-brandt-haus-lubeck-fb17459f1f
Amtliche Bekanntmachung: https://ted.europa.eu/en/notice/-/detail/459445-2025
Die Angebotsfrist ist vorbei. Ein Zuschlag oder eine Berichtigung zu dieser Bekanntmachung: eine E-Mail, wenn das Register es sieht.
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Die Auftraggeberin beabsichtigt, über ein zweistufiges europaweit ausgeschriebenes Verfahren eine geeignete Ausstellungsagentur oder ein geeignetes szenografisches Planungsbüro (nachfolgend Gestaltungsbüro genannt) mit der Konzeption, Gestaltung und Umsetzung einer neuen Dauerausstellung im Willy-Brandt-Haus Lübeck zu beauftragen. Die Bundeskanzler-Willy-Brandt-Stiftung erinnert als überparteiliche Institution des Bundes an einen herausragenden deutschen Staatsmann und Friedensnobelpreisträger des 20. Jahrhunderts. Mit der Dauerausstellung im Willy-Brandt-Haus Lübeck unterhält sie seit 17 Jahren in der Geburtsstadt des ersten sozialdemokratischen Bundeskanzlers einen Lernort für Demokratiegeschichte und Menschenrechte sowie ein Diskussionsforum für Gegenwarts- und Zukunftsfragen. Die Ausstellung wird von Gästen aus Schleswig-Holstein, der Bundesrepublik, Skandinavien und internationalen Ländern ebenso frequentiert wie von Schulklassen und jungen Erwachsenen, die beruflich oder in ihrer Freizeit anregende Impulse für die Selbst- und Weiterbildung suchen. Das Konzept für die neue Dauerausstellung schärft die Bedeutung des demokratischen Engagements dieses Ausnahmepolitikers für unsere Gegenwart, indem sie vier Themenfelder in den Mittelpunkt stellt: 1. Einsatz für die Demokratie 2. Die neue Ostpolitik 3. Internationale Verantwortung sowie 4. Von Herbert Frahm zu Willy Brandt. Zentraler Ausgangspunkt jedes Themenfeldes ist die Biografie Willy Brandts. Seine politischen Handlungsspielräume, sein Mut zu polarisierenden, bis in die Gegenwart wirkenden Weichenstellungen und seine auf demokratischen Werten beruhende Haltung werden im jeweiligen historischen Kontext verortet. Brüche, Ambivalenzen und umstrittene Entscheidungen verdeutlichen ebenfalls, dass Geschichte und Politik menschengemacht ist. Indem die Ausstellung dabei stets die Lebenssituation ihrer Besucherinnen und Besucher mitdenkt und widerspiegelt, regt sie zu einer aktiven Auseinandersetzung mit dem politischen Engagement Willy Brandts und seinem Verständnis von demokratischem Handeln an. Die Umsetzung dieser vier Themenfelder in eine analoge Objekt-im-Raum-Konzeption mit medialen Vertiefungen ist der Zweck dieses Verfahrens. Vorgesehen ist eine konsequent an die unveränderbaren räumlichen Gegebenheiten angepasste Gestaltung im Design für Alle. Damit unterstreicht das Willy-Brandt-Haus Lübeck sein Selbstverständnis als offener Ort und erfüllt zudem eine grundlegende Vorgabe der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM). Das bei der Hansestadt angemietete Gebäude des Willy-Brandt-Hauses Lübeck reiht sich in einen architektonisch einheitlichen Komplex historischer Lübecker Patrizierhäuser. Da es zusammen mit der Altstadt seit 1987 auf der UNESCO-Welterbeliste steht, sind hohe denkmalpflegerische Auflagen zu berücksichtigen. Die Ausstellungsfläche im Erdgeschoss des Hauses verfügt über ca. 350 m² museale Nutzungsfläche, die sich auf sieben Räume, Foyer und Shop verteilt. Die Ausstellung ist von der Königstraße aus über einen dreistufigen Zugang erreichbar. Die Ausstellungsräume sind schlauchförmig angeordnet, die Raumvorgaben architektonisch unveränderbar. Daher stellen die Größe der Räume, die technische Ausstattung des Hauses sowie Bodenbeläge und Lichteinfall unterschiedliche Anforderungen an die Gestaltung. Die ca. 200 m² große Fläche des Innenhofs mit einem Berliner Mauerstück und drei unverrückbar montierten Glasstelen bietet sich in begrenztem Maße für inhaltliche Umsetzungen an. Der hintere Eingangsbereich, der über eine Treppe sowie eine Eingangsstufe zum Museumsgarten führt, soll neu in die Gestaltung einbezogen werden; hier sind gestalterische Abstimmungen mit dem benachbarten Günter-Grass-Haus einzuplanen. Der Museumsgarten hingegen ist nicht Bestandteil der Gestaltungsaufgabe. Der mit 90 m² größte Ausstellungsraum muss so gestaltet werden, dass er auch als Veranstaltungsraum für bis zu 90 Personen und als Ausstellungsfläche für temporäre Ausstellungen nutzbar ist.
Die Ausschreibung richtet sich an Gestaltungsbüros und Bewerbergemeinschaften, deren inhaltlicher Schwerpunkt die Konzeptionierung, Gestaltung und Umsetzung einer musealen Ausstellung im Auftrag eines Auftraggebers bzw. einer Auftraggeberin ist. Die Vergabestelle vergibt den Gestaltungsauftrag in einem Verhandlungsverfahren mit vorgeschaltetem europaweiten Teilnahmewettbewerb. Das Verfahren gliedert sich in einen referenzbasierten Teilnahmewettbewerb (Stufe 1) und die nachfolgende Angebotsphase (Stufe 2), in welcher Angebote eingereicht, verhandelt und überarbeitet werden. Zur Umsetzung des Vorhabens wird ein Budget von voraussichtlich 2 Mio. EUR (brutto) veranschlagt. Als Eröffnungstermin ist der 18. Dezember 2026 vorgesehen. Die Auftraggeberin wird prüfen, inwieweit die Realisierung medialer Konzepte von besonderer künstlerischer, spielerischer oder innovativer Qualität mit übernommen werden kann oder in einer weiteren Ausschreibung mit eigenem Budget hinzugefügt werden muss. Grundlage der zu erbringenden Leistung ist die Honorarordnung für Ausstellungsgestaltung (HOAS-2 § 10 [Leistungsphasen 1-7]). Ein Bewerber kann sich zum Nachweis seiner Eignung gemäß. § 47 VgV auf die Kapazitäten anderer Unternehmen stützen (Eignungsleihe und/oder Unterauftragnehmer). Zur Teilnahme am Verfahren ist die Vorlage des vollständig ausgefüllten Teilnahmeantrages (Formblatt F-01) der teilnehmenden Bewerberin / des teilnehmenden Bewerbers bzw. des federführenden Bewerbers der Bewerbergemeinschaft notwendig. Es genügt die Textform nach § 126b BGB mit Angabe des Namens der natürlichen Person, die die Erklärung abgibt. Im Falle von Bewerbergemeinschaften, Eignungsleihen durch andere Unternehmen (gem. § 47 VgV) und Unterauftragnehmern (gem. § 36 VgV) sind die Formblätter F-04 und F-05 sowie F-06, F-07 und F-08 inkl. der geforderten Anlagen und Nachweise von jedem Unternehmen einzeln einzureichen. Die Bewertung des Teilnahmeantrages erfolgt gem. der Wertungsmatrix unter Anlage A-02-Matrix. Bei der Auswahl berücksichtigt der Auftraggeber nur Bewerbungen und Bewerber, bei denen keine Ausschlussgründe vorliegen und die ihre wirtschaftliche, finanzielle, technische und berufliche Leistungsfähigkeit nachweisen. Zur Abgabe eines Angebotes werden mindestens 3 und höchstens 5 Bewerber aufgefordert. Die Bieter müssen drei Gestaltungsaufgaben lösen, ein Preisblatt (siehe Anlage B-01-Preisblatt) ausfüllen sowie ggf. ergänzende Unterlagen zum vorgesehenen Projektmanagement und der szenografischen Leitung einreichen. Die Wertung der Angebote erfolgt gemäß der Wertungsmatrix unter Anlage B-02-Wertungsmatrix. Weitere Angaben zum Verfahren sind dem Dokument "Bieterinformation" in den Vergabeunterlagen zu entnehmen.
Amtliche Quelle
Quelle: TED - Tenders Electronic Daily (Publications Office of the EU)
Prüfen Sie alle Angaben stets in der amtlichen Bekanntmachung.
Der Auftraggeber hat in dieser Branche zu wenige eigene Zuschläge, deshalb steht hier die Spanne der letzten 111 Zuschläge für Kultur, Sport & Freizeit (Deutschland).
100 €343,1 Mio. €
Dieser Zuschlag
491.934 €
Median der Zuschlaege
236.460 €
Mittlere Hälfte der früheren Zuschläge
78.962 € bis 547.500 €
Der Zuschlag liegt in der üblichen Spanne.
Auftragswerte wie von den amtlichen Quellen veroeffentlicht. Als Orientierung zu verstehen, nicht als Regel: Umfang, Lose und Laufzeit unterscheiden sich.
der Zuschläge gingen an die drei häufigsten Gewinner
7%
Auftraggeber vergaben hier Aufträge
167
Auf Grundlage von 228 Zuschlägen mit benanntem Gewinner aus den letzten 3 Jahren. Gezählt nach Zuschlägen, nicht nach Wert, weil Los- und Rahmenvertragsbeträge nicht vergleichbar sind.
Konzentriert heißt: Die drei häufigsten Gewinner erhielten 65% der Zuschläge oder mehr; viele Anbieter: unter 35% bei mindestens zehn verschiedenen Gewinnern.
Wettbewerb
Angebote je Los im Durchschnitt (offene und nicht offene Verfahren)
3,8
dieser Lose erhielten ein einziges Angebot
22%
der Zuschläge gingen an Unternehmen mit Sitz in einem anderen Land
9%
der Angebote kamen aus einem anderen Land
10%
So, wie die amtlichen Bekanntmachungen sie angeben, über die letzten 3 Jahre. Angebote je Los zählen nur offene und nicht offene Verfahren: Im Verhandlungsverfahren oder bei einer Direktvergabe ist ein einziges Angebot das Verfahren selbst. Das Land ist das, das die Bekanntmachung für den Gewinner nennt.
11 neue Bekanntmachungen für Kultur, Sport & Freizeit in Deutschland in den letzten 7 Tagen.
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