Die KNO AG hat Ende 2023 in einem Restrukturierungskonzept für ihre einzelnen Standorte Maßnahmen definiert, um durch Weiterentwicklung, vor allem der kleinen Krankenhäuser im ländlichen Raum, auch zukünftig eine wohnortnahe gesundheitliche und pflegerische Versorgung sicherzustellen. Eingeflossen in das Konzept sind dabei auch die Ergebnisse eines „Versorgungsatlas“ für die Region Nordoberpfalz. Das Gutachten der Region zeigt zunehmende Bedarfe im Bereich Altersmedizin (Geriatrie) und eine aufkommende Versorgungslücke in der ambulanten Versorgung auf. Das Restrukturierungskonzept sieht folgende Strukturoptimierungen für das kleinere Krankenhaus Tirschenreuth und die Rehaklinik in Erbendorf vor: • Schließung des Standortes Erbendorf und Umzug der Reha nach Tirschenreuth • Wandlung des Standortes Tirschenreuth in Richtung Klinik mit Fokus auf ein internistisches Spektrum mit Schwerpunkt auf Akutgeriatrie und geriatrischer Reha sowie einem Zentrum für ambulantes Operieren Die Kerngebäude am Standort Tirschenreuth wurden im Jahr 1952-53 gebaut. Seitdem gab es stetige An- und Umbauten. Der letzte Bauabschnitt beinhaltete die Erweiterung der OP-Abteilung und der Notaufnahme mit einer Ertüchtigung des Brandschutzes in den Jahren bis 2022. Im Zuge des angestrebten Umzugs der geriatrischen Reha von Erbendorf nach Tirschenreuth werden in zwei aufeinander folgenden Bauabschnitten im Ost- und Westflügel Umbauten und Sanierungen nötig, die bauordnungsrechtlich teilweise mit einer Nutzungsänderung einhergehen. Beide Gebäudeteile sollen künftig bis einschließlich des 2.Obergeschoss für die bettenführenden Bereiche verwendet werden. Ziel der Umbau- und Ertüchtigungsmaßnahmen ist die Ermöglichung des Einzugs von mindestens 80 Betten der geriatrischen Rehabilitation aus der sog. Steinwaldklinik Erbendorf und der Beibehaltung von mindestens 40 internistischen Betten mit dem Zielbild einer internistischen Fachklinik mit akutgeriatrischem Schwerpunkt. Diese Maßnahmen stellen den Schwerpunkt der in Tirschenreuth umzusetzenden Arbeiten dar. Die Baumaßnahmen erstrecken sich vor allem über die oberirdischen Stockwerke des West- und des Ostflügels (UG-2.OG). Enthalten sind Maßnahmen zur Einhaltung der Brandschutzvorgaben, der Verbesserungen im Bereich Trinkwasser und Stromversorgung sowie baulichen Maßnahmen zur Ertüchtigung der Gebäude zur Aufnahme der internistischen Fachklinik mit akutgeriatrischem Schwerpunkt (EG), physikalischer Therapie (UG) und geriatrischer Rehabilitation (1.OG - 2.OG). Grundsätzlich werden keine Veränderungen am Rohbau durchgeführt. In den Ebenen wird unterschieden nach Flächen mit Umsetzung eines umfänglich neuen Innenausbaus und Flächen die nur geringen Anpassungen unterzogen werden. Nötige Wände und Schächte werden in Trockenbauweise hergestellt. Decken und Wandbeläge werden überwiegend erneuert, Fußbodenbeläge ausgetauscht. Stark- und Schwachstromanlagen (Beleuchtung, Verkabelung, Netzwerk) bei Bedarf getauscht und ergänzt. Ebenso die Wasser- und Abwasserleitungen, Wärmeversorgungs- und Lüftungstechnik. Die vorhandenen Nasszellen werden überwiegend mit neuem Estrich und Fliesenbelägen an Wand- und Boden versehen und alle Sanitärelemente erneuert. Die Räumlichkeiten sollen nach Möglichkeit barrierearm ausgeführt werden. Feste und lose Möblierung in Patientenzimmern wird überwiegend erneuert. Die Vorgaben zu räumlichen Anforderungen für geriatrische Rehabilitation gemäß Qualitätssiegel Geriatrie sind nach dem allgemeinen Maßnahmenkatalog umzusetzen, so dass eine Zertifizierung erteilt werden kann. Im Zuge der Baumaßnahme Erweiterung der OP-Abteilung und der ZNA wurde von der KNO AG ein umfassendes Brandschutzkonzept bei der zuständigen Baubehörde eingereicht und von dieser genehmigt. Dies wurde zur Abarbeitung in zwei Prioritäten aufgegliedert. Die Maßnahmen der Priorität 1, welche hauptsächlich die Untergeschosse betreffen, wurden im Zuge der Großbaumaßnahme umgesetzt und der zuständigen Behörde frei gemeldet. Für die Priorität 2 steht ein Maßnahmenkatalog mit ca. 400 Einzelmaßnahmen zur Umsetzung an, in dem alle noch vorliegenden baubehördlichen Mängel und deren Abarbeitung gelistet sind. Diese wurden einzeln bewertet und aufgeführt und bilden eine Grundlage, die einer abgeschlossenen HOAI Leistungsphase 4 entsprechen. Auszuführen sind: • Horizontale und vertikale Öffnungen in Wänden und Decken sind fachgerecht zu verschließen • Ertüchtigung, Austausch oder Ergänzung Brandschutzabschlüsse wie Brandschutztüren, Brandschutzvorhänge • Ausbau Brandüberwachung - Rauchmelder • Einbau Rauch-/Wärmeabzugsanlagen (RWA) in Treppenräume • Austausch von Verglasungen in Brandschutzgläser bei zu geringen Brandüberschlägen Die Meilensteine zur Umsetzung des Projekts sehen vor: - Leistungsbeginn: Mai 2025 - Baubeginn: III. Quartal 2025 - Fertigstellung: II. Quartal 2027 Die Gesamtkosten des Projektes (KG 200-500) werden auf 12.000.000 € Brutto geschätzt, und gliedert sich in folgende Aufteilung der KG: - KG 300 8.000.000 € - KG 400 4.000.000 € Es ist beabsichtigt mit dieser Ausschreibung folgende Leistungen zu beauftragen: Leistungen der Technischen Ausrüstung, Anlagengruppen 4, 5 und 6‚ gemäß §§ 53 ff. HOAI _ LPH 5-9 . Die Leistungen werden stufenweise beauftragt. Zunächst werden in der 1. Beauftragungsstufe die Leistungsphase 5-7 gemäß HOAI beauftragt. Die Leistungsphasen 5-9 werden stufenweise abgerufen. Ein Rechtsanspruch auf Gesamtbeauftragung besteht nicht
Amtliche Quelle
Quelle: TED - Tenders Electronic Daily (Publications Office of the EU)
Prüfen Sie alle Angaben stets in der amtlichen Bekanntmachung.
Der Auftraggeber hat in dieser Branche zu wenige eigene Zuschläge, deshalb steht hier die Spanne der letzten 2.000 Zuschläge für Architektur- & Ingenieurdienste (Deutschland).
1 €92,5 Mio. €
Median der Zuschlaege
235.954 €
Mittlere Hälfte der früheren Zuschläge
102.716 € bis 520.724 €
TED - Tenders Electronic Daily (Publications Office of the EU) veröffentlicht für diese Bekanntmachung keinen Wert, deshalb hat sie keine Marke auf der Skala. Die offiziellen Unterlagen nennen ihn möglicherweise.
Auftragswerte wie von den amtlichen Quellen veroeffentlicht. Als Orientierung zu verstehen, nicht als Regel: Umfang, Lose und Laufzeit unterscheiden sich.
jetzt offen im Bereich Architektur- & Ingenieurdienste
7.761
Median der offenen Bekanntmachungen
300.000 €
Wer in diesem Markt gewinnt
Viele Anbieter
Deutschland · Architektur- & Ingenieurdienste
verschiedene Unternehmen erhielten hier Zuschläge
6.839
der Zuschläge gingen an die drei häufigsten Gewinner
3%
Auftraggeber vergaben hier Aufträge
3.456
Auf Grundlage von 12.387 Zuschlägen mit benanntem Gewinner aus den letzten 3 Jahren. Gezählt nach Zuschlägen, nicht nach Wert, weil Los- und Rahmenvertragsbeträge nicht vergleichbar sind.
Konzentriert heißt: Die drei häufigsten Gewinner erhielten 65% der Zuschläge oder mehr; viele Anbieter: unter 35% bei mindestens zehn verschiedenen Gewinnern.
Wettbewerb
Angebote je Los im Durchschnitt (offene und nicht offene Verfahren)
5,5
dieser Lose erhielten ein einziges Angebot
11%
der Zuschläge gingen an Unternehmen mit Sitz in einem anderen Land
1%
der Angebote kamen aus einem anderen Land
5%
So, wie die amtlichen Bekanntmachungen sie angeben, über die letzten 3 Jahre. Angebote je Los zählen nur offene und nicht offene Verfahren: Im Verhandlungsverfahren oder bei einer Direktvergabe ist ein einziges Angebot das Verfahren selbst. Das Land ist das, das die Bekanntmachung für den Gewinner nennt.
564 neue Bekanntmachungen für Architektur- & Ingenieurdienste in Deutschland in den letzten 7 Tagen.
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