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TED - Tenders Electronic Daily (Publications Office of the EU) geprüft vor 1 Woche Auftragsbekanntmachung

Deutschland - Bau von Abwasserbehandlungsanlagen - Projekt Phoenix - Vergabe von Planung, Lieferung, Montage und Inbetriebnahme einer Biogasentschwefelungsanlage

Geschlossen Deutschland Sachsen-Anhalt Bauarbeiten

Auftraggeber GKW - Gemeinschaftsklärwerk Bitterfeld-Wolfen GmbH

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Maschinell erstellte Zusammenfassung

Das Gemeinschaftsklärwerk Bitterfeld-Wolfen, eine der größten Anlagen in Mitteldeutschland, behandelt industrielle und kommunale Abwässer. Seit 2012 wird das Abwasser eines Methylcellulose-Herstellers anaerob vorbehandelt, wobei Biogas entsteht, das in Blockheizkraftwerken zu Strom und Wärme umgewandelt wird. Nach Laboruntersuchungen im Rahmen des Erweiterungsprojekts Phoenix wurde 2024 ein neuer Abwasserstrom eines Membran- und Ionenaustauscherharz-Herstellers zugegeben. Dieser ist durch hohe Sulfatkonzentrationen gekennzeichnet, wodurch H2S-Konzentrationen von bis zu 70.000 ppm im Biogas auftreten können. Gegenstand der Vergabe sind Planung, Lieferung, Montage und Inbetriebnahme einer Biogasentschwefelungsanlage zur Entfernung des Schwefelwasserstoffs vor der Biogasverwertung. Die bestehende, 2020 errichtete Anlage arbeitet mit einer zweistufigen chemisch-biologischen Wäsche, deren erste Stufe das H2S mit einer leicht alkalischen NaOH-Lösung bindet.

Beschreibung

Das 1994 in Betrieb genommene Gemeinschaftsklärwerk Bitterfeld-Wolfen zählt zu den modernsten und größten Kläranlagen in Mitteldeutschland. Hier werden neben der in Bezug auf die Reinigungsleistung dominierenden Behandlung industrieller und gewerblicher Abwässer der Chemieregion in und um Bitterfeld-Wolfen auch kommunale Abwässer aus dem Einzugsgebiet des Abwasserzweckverbandes Westliche Mulde gereinigt. Darüber hinaus ist die Anlage im Bereich der Grundwasseraufbereitung am Standort eingebunden. Seit dem Jahr 2012 wird das Abwasser eines Methylcellulose-Herstellers anaerob vorbehandelt, dabei entsteht Biogas, dass in Blockheizkraftwerke (BHKW) zu Strom und Wärme umgewandelt wird. Bevor eine Verwertung des Biogases möglich ist, muss aus dem Biogas Schwefelwasserstoff (H2S) entfernt werden. Dazu wurde bereits im Jahr 2020 eine erste neue Biogasentschwefelungsanlage errichtet und in Betrieb genommen. Im Jahr 2019 wurde, im Rahmen des Erweiterungsprojekts Phoenix, im Labormaßstab, geprüft ob noch weitere Abwässer für eine anaerobe Vorbehandlung geeignet sind. Als Ergebnis daraus, wurde im Jahr 2024 ein neuer Abwasserstrom, das Abwasser eines Membran- und Ionenaustauscherharz-Herstellers, der anaeroben Vorbehandlung zugegeben. Das MIA-Abwasser ist gekennzeichnet durch eine hohe Konzentration an sehr gut abbaubaren CSB und eine hohe Sulfatkonzentration, die im Mittel 2.600 mg/l beträgt. Berechnungen haben ergeben, dass im Biogas H2S-Konzentrationen von bis zu 70.000 ppm auftreten können, je nachdem wie groß der Anteil des MIA-Abwassers an der Gesamtabwassermenge ist. In der im Jahr 2020 errichtete Biogasentschwefelungsanlage wird eine zweistufige chemisch-biologische Wäsche eingesetzt. Die erste Waschstufe erfolgt im Gegenstrom durch Kontakt des Biogases mit einer leicht alkalischen Waschlösung (NaOH), dort wird das H2S als Natriumsulfid bzw. Natriumhydrogensulfid gebunden. Das gereinigte Biogas verlässt die Waschkolonne Richtung Gaskonditionierung und die mit Natriumsulfid/Natriumhydrogensulfid angereicherte Waschflüssigkeit gelangt in die zweite Stufe, wo unter Zugabe von Sauerstoff (Belüftung) das Sulfid durch Mikroorganismen zu elementarem Schwefel oxidiert wird. Dabei entsteht wieder Natronlauge für die alkalische Waschlösung, die in die erste Stufe zurückgeführt wird. Der geringe Verlust an Alkalinität muss durch NaOH-Dosierung ausgeglichen werden. Die gesamte Menge an MIA-Abwasser kann erst anaerob vorbehandelt werden, nachdem eine zweite Biogasentschwefelungsanlage errichtet wurde. Diese zweite Biogasentschwefelungsanlage ist Gegenstand dieses Vergabeverfahren. Aufgabe des Bieters ist es, anhand der Auslegungsdaten, eine zweite funktionsbereite Biogasentschwefelungsanlage auszulegen und zu dimensionieren, so dass sie zusammen mit der vorhandenen Anlage, in der Lage ist die H2S-Konzentrationen und -Frachten zu verarbeiten. Für die neu zu errichtende Gasentschwefelungsanlage muss ebenfalls eine zweistufige chemisch-biologische Wäsche eingesetzt werden.

Amtliche Quelle

Quelle: TED - Tenders Electronic Daily (Publications Office of the EU)

Prüfen Sie alle Angaben stets in der amtlichen Bekanntmachung.

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GKW - Gemeinschaftsklärwerk Bitterfeld-Wolfen GmbH

Deutschland

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Ein Punkt je Zuschlag, am Tag der Unterzeichnung, in der Größe seines Werts. Ein Ring ist ein Zuschlag ohne veröffentlichten Wert.

Jüngste Vergaben

1 offene Ausschreibung derzeit

Marktkontext

jetzt offen im Bereich Bauarbeiten
19.943
Median der offenen Bekanntmachungen
533.524 €

Wer in diesem Markt gewinnt

Viele Anbieter

Deutschland · Bauarbeiten

verschiedene Unternehmen erhielten hier Zuschläge
12.328
der Zuschläge gingen an die drei häufigsten Gewinner
1%
Auftraggeber vergaben hier Aufträge
2.985

Auf Grundlage von 27.178 Zuschlägen mit benanntem Gewinner aus den letzten 3 Jahren. Gezählt nach Zuschlägen, nicht nach Wert, weil Los- und Rahmenvertragsbeträge nicht vergleichbar sind. Konzentriert heißt: Die drei häufigsten Gewinner erhielten 65% der Zuschläge oder mehr; viele Anbieter: unter 35% bei mindestens zehn verschiedenen Gewinnern.

Wettbewerb

Angebote je Los im Durchschnitt (offene und nicht offene Verfahren)
6,3
dieser Lose erhielten ein einziges Angebot
7%
der Zuschläge gingen an Unternehmen mit Sitz in einem anderen Land
1%
der Angebote kamen aus einem anderen Land
1%

So, wie die amtlichen Bekanntmachungen sie angeben, über die letzten 3 Jahre. Angebote je Los zählen nur offene und nicht offene Verfahren: Im Verhandlungsverfahren oder bei einer Direktvergabe ist ein einziges Angebot das Verfahren selbst. Das Land ist das, das die Bekanntmachung für den Gewinner nennt.

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