Deutschland - Dienstleistungen von Architekturbüros - Leinfelden-Echterdingen | Historische Mitte Echterdingen | VgV-Vergabeverfahren mit nicht offenem Realisierungswettbewerb inkl. Ideenteil
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Deutschland - Dienstleistungen von Architekturbüros - Leinfelden-Echterdingen | Historische Mitte Echterdingen | VgV-Vergabeverfahren mit nicht offenem Realisierungswettbewerb inkl. Ideenteil
Buyer: Große Kreisstadt Leinfelden-Echterdingen
Country: Germany
Procedure: Restricted procedure
Sector (CPV): Architecture & engineering services (71200000)
Aperlena: https://aperlena.com/en/t/deutschland-dienstleistungen-von-architekturburos-leinfelden-echterdingen-historische-mitte-echterdingen-vgv-ver-92d640bf15
Official notice: https://ted.europa.eu/en/notice/-/detail/151974-2026
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Description
Ausgehend vom Sanierungsgebiet "Historische Mitte Echterdingen" soll der öffentliche Raum der historischen Ortsmitte Echterdingen umgestaltet werden. Kernstücke dieser Umgestaltung sind der Umbau der Bernhäuser Straße, die Schaffung einer zentralen öffentlichen Grünanlage und die Weiterentwicklung des Rathaus-Areals. Ziel ist eine behutsame Weiterentwicklung des Areals bei der ein besonderer Wert auf den Erhalt der historischen Strukturen gelegt werden soll. Neubauten und Nutzungsmöglichkeiten sollen sich in den Bestand einfügen und diesen positiv ergänzen. Zu beachten ist eine durchgehend barrierefreie Erschließung der öffentlichen Außen- und Innenräume. Die Planungsaufgabe gliederte sich in drei Teilbereiche, die sich inhaltlich aufeinander beziehen und gemeinsam bearbeitet werden sollten. Die Freiraumgestaltung war die erste Planungsaufgabe und Teil eines VgV-Verfahrens, um im Anschluss an das Verfahren mit der Umsetzung beginnen zu können. Dazu gehören die Fokusräume Bernhäuser Straße, der Kirchplatz und Burgstraße Süd und der zukünftige Stadtgarten. Entlang der Bernhäuser Straße soll ein lebendiger Einkaufs- und Aufenthaltsbereich geschaffen werden, der die diversen Nutzungsansprüche vor Ort vereint. Mit dem Stadtgarten soll eine zentrale öffentlich Grünfläche neu geschaffen werden. Die Burgstraße und der Kirchplatz sollen einen attraktiven Übergang zwischen den beiden Bereichen bilden. Die Baukosten der Gestaltung der drei Fokusräume werden mit ca. 4,6 Mio. Euro netto (Kostengruppe 500) veranschlagt. Die Weiterentwicklung des Rathaus-Areals stellte die zweite Planungsaufgabe und den architektonischen Aufgabenteil dar. Neben dem historischen Rathaus, welches Erhalten werden muss, befindet sich das technische Rathaus aus den 60er Jahren. Der Wettbewerb sollte Vorschläge hervorbringen, wie mit dem Gebäudebestand zukünftig umgegangen werden kann und welche Nutzungen auf den Verwaltungsstandort folgen könnten. Die Behandlung im Rahmen des Wettbewerbs sollte dazu dienen Zukunftsperspektiven für das technische Rathaus aufzuzeigen und den politischen Entscheidungsprozess zu unterstützen. Es wurde ein Zwischenkolloquiums mit Fokus auf die Vorschläge zum Rathaus-Areal durchgeführt. Daraufhin bekamen die Teilnehmenden jeweils eine schriftliche Beurteilung und allgemeine Anregungen anonym zugesendet, um die Planungsaufgabe zu konkretisieren. Die dritte Aufgabe bezog sich auf einen städtebaulichen Ideenteil. Durch die Betrachtung angrenzender Bereiche sollte der Blick auf zusammenhängende Ideen gestärkt werden. Dazu gehörten Ideen zur Nutzbarmachung und gestalterische Aufwertung von Freiräumen und Neuordnungsmöglichkeiten für weitere Gebäude(-ensemble). Im nördlichen Gebiet ging es um eine städtebauliche Neuordnung mit einer Nutzungsänderung zu Wohnen. Zum Kirchen-Areal im südlichen Gebiet sollte ebenfalls ein Vorschlag zur städtebaulichen Neuordnung gemacht werden, wobei die Nutzung erhalten bleibt. Das Gemeindehaus auf dem Grundstück ist in die Jahre gekommen und soll durch einen Neubau ersetzt werden. Wunsch der Kirchengemeinde ist es eine räumliche Nähe zur Stephanuskirche herzustellen und das neue Gemeindehaus in den Stadtgarten einzubinden. Zudem sollte der Freiraum um die Kirche besser in das Gesamtgefüge eingebunden werden. In der städtebaulichen Bearbeitung war ein Standort für das Gemeindehaus vorzuschlagen. Die Neuordnung des Areals sollte sich dem neuen Standort des Gemeindehauses anpassen. Die große Kreisstadt Leinfelden-Echterdingen führt ein VgV-Verfahren mit integriertem nichtoffenen Planungswettbewerb mit anonymem Zwischenkolloquium durch. Der Wettbewerb wurde für 6 Teilnehmende ausgelobt. Davon wurden zwei Teilnehmende von der Auftraggeberin eingeladen, am Wettbewerbsverfahren teilzunehmen (gesetzte Teilnehmende). Die Durchführung des Realisierungs- und Ideenwettbewerbs erfolgte gemäß "Verordnung über die Vergabe öffentlicher Aufträge - VgV" und "Richtlinie für Planungswettbewerbe - RPW 2013". Im Rahmen des Wettbewerbs sollte ein Team aus Landschaftsarchitekten und Architekten ein schlüssiges Gesamtkonzept für die historische Ortsmitte an der Bernhäuser Straße Echterdingen erarbeiten. Daher mussten die teilnehmenden Teams die Qualifikation Architekt bzw. Architektin sowie die Qualifikation Landschaftsarchitekt bzw. Landschaftsarchitektin nachweisen. Die Verfassenden der Wettbewerbsarbeiten blieben bis zum Abschluss der Preisgerichtssitzung anonym. Die Verfahrenssprache ist Deutsch. Die Ausloberin stellte für Preise und Anerkennungen einen Betrag von 191.500,00 Euro (Netto) zur Verfügung. Die Preissumme der Realisierungsteile Freianlagen und "Zukunft Rathaus" umfasste jeweils 80.000,00 Euro (Netto), die des Ideenteils 31.500,00 Euro (Netto). Die Wettbewerbssumme wurde auf Basis der RPW, HOAI 2021 und des Merkblatt 51 zum städtebaulichen Entwurf der AKBW ermittelt. Die Auftraggeberin wird einen der Preisträger des Realisierungsteils mit der weiteren Bearbeitung der Freiraumplanung (Fokusräume Bernhäuser Straße, Kirchplatz / Burgstraße Süd, Stadtgarten) gemäß § 39 und § 47 HOAI 2021 mindestens einschließlich LPH 5 beauftragen. Die Beauftragung bis einschließlich LPH 9 wird angestrebt. Der Preisträger verpflichtet sich im Falle einer Beauftragung zur Erbringung der Freiraumplanung gemäß § 39 und § 47 HOAI 2021 bis einschließlich LPH 9. Die Beauftragung der Leistungen erfolgt stufenweise unter Berücksichtigung des Zustimmungsvorbehalts des Gemeinderats der Stadt Leinfelden-Echterdingen. Ein Rechtsanspruch auf die Übertragung aller Leistungen besteht nicht. Die Ausloberin plant einen der Preisträger des Realisierungsteils "Zukunft Rathaus" mit der weiteren Bearbeitung einer konzeptionellen Machbarkeitsstudie zu beauftragen. Die vorgelagerte Untersuchung dient der politischen Meinungsfindung und beinhaltet keine Leistungsversprechen nach HOAI. Die Auftraggeberin behält sich vor, die Wettbewerbsbestandteile in getrennten Verträgen zu beauftragen.
Verfahrensablauf Das Vergabeverfahren gliedert sich in 3 Stufen. a) Teilnahmewettbewerb ABGESCHLOSSEN Es ist vorgesehen, insgesamt, maximal 6 Teilnehmer für den Realisierungswettbewerb zuzulassen. Hiervon werden 2 gesetzte Teilnehmer im voraus festgelegt, welche sich dem Teilnahmewettbewerb nicht mehr zu stellen brauchen. Weitere 4 Teilnehmer werden über den öffentlichen Teilnahmewettbewerb ermittelt. Im Bewerbungsverfahren bekunden Landschaftsarchitektur- und Architekturbüros ihr Interesse an einer Teilnahme an dem Verfahren und erbringen u.a. die im Kapitel 5.1.9 "Eignungskriterien" genannten Referenzen. Die Ausschluss-, Auswahl- und Eignungskriterien sind über den beigefügten Teilnahmeantrag zu erbringen. Alle erforderlichen / geforderten Nachweise und Eigenerklärungen sind der Bewerbung beizufügen. Kann ein Bewerber nur eine/n einzige/n Erklärung/Nachweis der Ausschlusskriterien nicht erbringen, wird er vom Verfahren ausgeschlossen. Eine Nachforderung fehlender Erklärungen oder Nachweise gem. § 56 Abs. 2 VgV sieht der Auftraggeber nur in dem Falle vor, wenn weniger als 4 Bewerber die Zulassungsvoraussetzungen erfüllen. Bei juristischen Personen sind die fachlichen Anforderungen erfüllt, wenn zu ihrem satzungsgemäßen Geschäftszweck Planungsleistungen gehören, die der anstehenden Aufgabe entsprechen, und wenn der bevollmächtigte Vertreter der juristischen Person die fachlichen Anforderungen erfüllt, die an natürliche Personen gestellt werden. Die Ausslusskriterien müssen beide Bewerber eines Team separat erfüllen - Die Abgabe eines gemeinsamen Teilnahmeantrags genügt jedoch. Die Eignungskriterien gelten in Summe. Die Referenzobjekte müssen im Unternehmen des/der Bewerber erbracht worden sein. Die Referenz gilt auch als erfüllt, wenn die Leistung als verantwortlicher Projektleiter in einem anderen Büro erbracht wurde. In diesem Fall ist über die verantwortliche Projektleitung eine schriftliche Bestätigung des anderen Büros mit einzureichen. Gem. §51 VgV wird die Anzahl der Bewerber für die zweite Phase begrenzt. Hierzu wird eine Rangfolge anhand der objektiv und nichtdiskriminierenden Eignungskriterien des Teilnahmeantrags in Form von erreichten Punkten gebildet. Nach Prüfung der eingereichten Unterlagen werden die max. 4 Bewerber mit den höchsten Punktzahlen zum Realisierungswettbewerb eingeladen. Bei punktgleichen Bewerbungen entscheidet gemäß § 75 Abs. 6 VgV das Los. b) Realisierungs- und Ideenwettbewerb ABGESCHLOSSEN Die 6 Teilnehmenden aus dem Teilnahmewettbewerb erstellen in dieser Phase Ihren Wettbewerbsbeitrag gem. den Auslobungsunterlagen. Das Preisgericht kürt die Preisträger der beiden Realisierungsteile und ggfs. des Ideenteils. Im Rahmen des VgV-Verfahrens werden im Anschluss die Preisträger des Realisierungsteils Freiraumplanung (Fokusräume Bernhäuser Straße, Kirchplatz / Burgstraße Süd, Stadtgarten) zu den Bietergesprächen eingeladen. c) Bietergespräch Die Preisträger des Realisierungsteils Freiraumplanung (Fokusräume Bernhäuser Straße, Kirchplatz / Burgstraße Süd, Stadtgarten) werden im Rahmen des VgV-Verfahrens zu Auftragsverhandlungen eingeladen. Im Bietergespräch stellen die Preisträger ihr Büro/ ihre Büros sowie die am Verfahren beteiligten Personen (Büroinhaber, Projektleiter) persönlich vor und geben Auskunft über ihre Arbeitsweise, außerdem wird die Überarbeitung des Wettbewerbsentwurfs vorgestellt. Das Wettbewerbsergebnis bildet, ggfs. inkl. Überarbeitung, mit 70 von 100 Prozent die Grundlage der Bewertung im Bietergespräch. Falls notwendig, folgt eine Weiterentwicklung der Wettbewerbsergebnisse nach Vorgaben des Preisgerichts. Der Zuschlag erfolgt auf das Angebot, welches unter Berücksichtigung der Zuschlagskriterien (s. Vergabeunterlagen) insgesamt den höchsten Punktwert erreicht. Erklärungen gemäß Tariftreuegesetz des Landes Baden-Württemberg sind abzugeben. Vorgesehener Zeitplan (Änderungen möglich) vsl. KW 10 - KW 14 2026 Erstangebotsphase vsl. 17.04.2026 Verhandlungsgespräche Sollten sich Termine ändern, werden die Verfahrensteilnehmenden hierzu rechtzeitig informiert.
Official source
Source: TED - Tenders Electronic Daily (Publications Office of the EU)
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