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Deutschland - Dienstleistungen von Ingenieurbüros - Sanierung Luise-Klinsmann-Haus (VHS Lübeck) - Technische Ausrüstung gem. §§ 53 HOAI, ALG 1-9

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Zusammenfassung

Maschinell erstellte Zusammenfassung

Die Hansestadt Lübeck vergibt Ingenieurleistungen für die technische Ausrüstung gemäß §§ 53 HOAI, ALG 1-9 zur Sanierung des Luise-Klinsmann-Hauses, der Volkshochschule in der Lübecker Innenstadt. Das Gebäude wurde 1963 bis 1965 errichtet, steht vollständig unter Denkmalschutz und umfasst rund 1.776 m² Bruttogrundfläche. Das Projekt muss erhebliche technische und brandschutzrelevante Defizite beheben, darunter außer Betrieb befindliche Sanitäranlagen infolge eines Wasserschadens, fehlenden baulichen und anlagentechnischen Brandschutz, das Fehlen eines zweiten Rettungsweges sowie eine reduzierte Personenzahl im Vortragssaal. Restauratorische Untersuchungen der historischen Farb- und Materialfassungen sind erforderlich.

Beschreibung

Das sogenannte "Luise-Klinsmann-Haus" wurde in den Jahren 1963-1965 nach Entwurf des Architekten Ernst Blunck als Volkshochschule errichtet und dient seitdem als zentraler Bildungsstandort in der Lübecker Innenstadt. Das Gebäude mit einer BGF von 1.776 m² ist als qualitätsvoller Vertreter der Nachkriegsmoderne einzuordnen und steht vollständig unter Denkmalschutz. Neben der architektonischen Gesamtstruktur sind insbesondere gestalterische und künstlerische Elemente erhaltenswert, darunter das großformatige Bronzerelief "Allegorie der Natur- und Geisteswissenschaften" von Georg Weiland über dem Eingangsbereich. Es handelt sich um einen Skelettbau mit dreigeschossiger Rasterfassade und seitlich betonter Eingangsachse mit verglastem Treppenhaus. Die Rückfront ist in Ziegel verblendet; rückseitig befindet sich ein auf vier Trägern aufgehängter, vorspringender Anbau mit Vortragssaal. Darunter liegt ein zum Schulungsraum ausgebauter Kellerbereich mit konstruktiv sichtbarem Gerüst aus Fertigbetonrippen und verlorenen Schalungskassetten. Im Inneren prägen ein zentrales Treppenhaus mit filigranem Metallgeländer, dunkle Terrazzo-Beläge, bauzeitliche Holztüren sowie farbige Gestaltungsreste der 1960er Jahre das Erscheinungsbild. In den 1990er- und 2000er-Jahren erfolgten teilweise Überformungen, unter anderem durch Modernisierungen des Eingangsbereichs, Veränderungen der Binnenstruktur, akustische Abhangdecken sowie Anpassungen im Vortragssaal. Restauratorische Untersuchungen der historischen Farb- und Materialfassungen sind erforderlich. Trotz der hohen baukulturellen Qualität bestehen erhebliche bauliche, technische und brandschutzrelevante Defizite, die die Nutzung der Volkshochschule derzeit einschränken. Neben außer Betrieb befindlichen Sanitäranlagen infolge eines Wasserschadens sind insbesondere Defizite im baulichen und anlagentechnischen Brandschutz, das Fehlen eines zweiten baulichen Rettungsweges, die brandschutzbedingte Reduzierung der Personenzahl im Vortragssaal sowie die fehlende Barrierefreiheit zu nennen. Die elektrischen Anlagen wurden zuletzt lediglich provisorisch ertüchtigt. Zudem besteht Sanierungsbedarf bei der Trinkwasserinstallation, der Heizungsanlage, der Fassade sowie im Bereich der Dachkonstruktion über dem Vortragssaal. Aufgabenstellung / Ziel: Im Rahmen der geplanten baulichen Maßnahmen ist eine umfassende Überarbeitung der technischen Gebäudeausrüstung vorzusehen. Gegenstand der Planung ist zunächst die Überarbeitung und Reaktivierung der bestehenden, teilweise stillgelegten WC-Anlagen im Untergeschoss sowie im 1. Obergeschoss, 2. Obergeschoss und im Dachgeschoss. In diesem Zusammenhang ist eine vollständige Sanierung der technischen Ver- und Entsorgungsleitungen für Trinkwasser und Schmutzwasser ab dem Hausanschluss vorgesehen. Die bestehende Wärmeversorgung des Gebäudes, derzeit bestehend aus einer Therme und einem Ölkessel, ist im Zuge der Planung durch eine neue, energetisch sinnvolle und zukunftsfähige Versorgung zu ersetzen. In diesem Zusammenhang ist eine umfassende Untersuchung möglicher und geeigneter Wärmeversorgungssysteme durchzuführen und eine wirtschaftlich sowie technisch nachhaltige Lösung zu erarbeiten. Darüber hinaus ist im Zuge der Maßnahmen ein Austausch der vorhandenen Heizkörper erforderlich. Die vorhandenen Lüftungsanlagen sind unter Berücksichtigung der Anforderungen der jeweils geltenden Versammlungsstättenrichtlinie zu überprüfen und gegebenenfalls anzupassen, beziehungsweise entsprechend den Vorgaben neu zu planen und umzusetzen. Weiterhin ist zu prüfen, in welchem Umfang die elektrischen Anlagen im Zuge der im Jahr 2017 durchgeführten Sanierungsmaßnahmen erneuert wurden und ob diese im Hinblick auf die aktuellen Anforderungen ausreichend dimensioniert und funktionsfähig sind. Im Bereich der Löschwasserversorgung ist festzustellen, dass die bestehende Löschwasserleitung derzeit über die Trinkwasserleitung geführt wird. Hier ist eine Bestandsaufnahme der vorhandenen Situation vorzunehmen sowie eine planerische Lösung zur normgerechten Trennung der Leitungen zu entwickeln. Zusätzlich ist die Notwendigkeit und Wirtschaftlichkeit einer Photovoltaikanlage zu prüfen und, sofern erforderlich, eine entsprechende Planung zu erarbeiten. Die vorhandene Einbruchmeldeanlage ist ebenfalls zu überprüfen und bei Bedarf zu erweitern. Die Planung und Ausführung erfordert eine besonders enge und kontinuierliche Abstimmung mit der Denkmalpflege, den Genehmigungsbehörden, der Feuerwehr, dem Objektplaner sowie ggf. weiteren Fachplanern und dem Nutzer. Erwartet wird eine architektonisch sensible Lösung, die die Qualitäten des Nachkriegsbaus und seiner Innenraumgestaltung wahrt, Eingriffe nachvollziehbar und substanzschonend entwickelt und zugleich die bauordnungsrechtlichen Anforderungen an Sicherheit, Nutzung und Nachhaltigkeit erfüllt. Die geschätzten Kosten für die KG 400 betragen 655.462,00 Euro (netto). Davon entfallen ca. 332.974,00 Euro (netto) auf die ALG 1-3, 7 und 8 sowie ca. 263.496,00 Euro (netto) auf die ALG 4+5. Die zu vergebenden Planungsleistungen umfassen die Grundleistungen der Technischen Ausrüstung gemäß § 53 HOAI in Verbindung mit Anlage 15.1 HOAI. Gegenstand der Beauftragung sind sämtliche zur werkvertraglichen und vollständigen Erfüllung der Planungsaufgabe erforderlichen Grundleistungen, insbesondere: - Leistungsstufe 1: Leistungsphasen 1-3 der Technischen Ausrüstung gem. §§ 53 HOAI; - Leistungsstufe 2: Leistungsphase 4 der Technischen Ausrüstung gem. §§ 53 HOAI als optionale Beauftragung des AG; - Leistungsstufe 3: Leistungsphase 5 der Technischen Ausrüstung gem. §§ 53 HOAI als optionale Beauftragung des AG; - Leistungsstufe 4: Leistungsphasen 6-7 der Technischen Ausrüstung gem. §§ 53 HOAI als optionale Beauftragung des AG; - Leistungsstufe 5: Leistungsphasen 8-9 der Technischen Ausrüstung gem. §§ 53 HOAI als optionale Beauftragung des AG; - Erstellung einer technischen Bestandsaufnahme der bestehenden technischen Gebäudeausstattung als optionale besondere Leistung durch Bestimmung des AG; - Erstellen des technischen Teils eines Raumbuches (LPH 2) als optionale besondere Leistung durch Bestimmung des AG; - Mitwirkung bei einer vertieften Kostenberechnung (LPH 3) als optionale besondere Leistung durch Bestimmung des AG; - Fortschreiben des Raumbuchs (technischer Teil) in der Leistungsphase 3 als optionale besondere Leistung durch Bestimmung des AG; - Erarbeitung der Wartungsplanung und -organisation (LPH 6) als optionale besondere Leistung durch Bestimmung des AG; - Ausschreibung von Wartungsleistungen (LPH 6) als optionale besondere Leistung durch Bestimmung des AG; - Prüfen und Werten von Nebenangeboten (LPH 7) als optionale besondere Leistung durch Bestimmung des AG; - Fortschreibung der Ausführungsplanung/-pläne bis zum Bestand (LPH 8) als optionale besondere Leistung durch Bestimmung des AG; - Überwachung der Mängelbeseitigung innerhalb der Verjährungsfrist (LPH 9) als optionale besondere Leistung durch Bestimmung des AG; - Weitere besondere Leistungen in allen Leistungsphasen der Technischen Ausrüstung gem. §§ 53 HOAI als optionale Beauftragung durch Bestimmung des AG. Ein Anspruch auf Beauftragung der Leistungsstufen 2-5 besteht erst mit schriftlicher Beauftragung durch den Auftraggeber. - Die Planungsleistungen sind in enger, kontinuierlicher und nachvollziehbar dokumentierter Abstimmung mit der zuständigen Denkmalpflege zu erbringen. - Das Brandschutzkonzept ist vollständig und integrativ in die Planung einzuarbeiten. Die Beauftragung ist für das 2. Quartal 2026 geplant. Der Beginn der Leistung erfolgt mit Auftragserteilung. Ein Abschluss der LPH 3 ist für November 2026 vorgesehen, die geplante Fertigstellung der Gesamtmaßnahme für 2029. Mit der Aufforderung zur Angebotsabgabe wird den im Teilnahmewettbewerb ausgewählten Büros ein Vertragsentwurf zur Verfügung gestellt. Hinweis: Der Auftraggeber behält sich vor, den Zuschlag ohne Verhandlungen auf Basis der ursprünglichen Angebote zu erteilen (§ 17 Abs. 11 VgV). Die Vergabestelle lässt sich in der operativen Umsetzung dieses VgV-Verfahrens durch das Büro D&K drost consult GmbH aus Hamburg unterstützen und beratend begleiten.

Amtliche Quelle

Quelle: TED - Tenders Electronic Daily (Publications Office of the EU)

Prüfen Sie alle Angaben stets in der amtlichen Bekanntmachung.

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