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Deutschland - Dienstleistungen von Architekturbüros - Sanierung Luise-Klinsmann-Haus (VHS Lübeck) - Objektplanung gem. §§ 33 HOAI

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Zusammenfassung

Maschinell erstellte Zusammenfassung

Die Stadt Lübeck vergibt Architektenleistungen zur Objektplanung gemäß §§ 33 HOAI für die Sanierung des Luise-Klinsmann-Hauses, der Volkshochschule in der Lübecker Innenstadt. Das denkmalgeschützte Gebäude aus den 1960er Jahren mit 1.776 m² Bruttogrundfläche weist erhebliche bauliche, technische und brandschutzrelevante Defizite auf, darunter außer Betrieb befindliche Sanitäranlagen nach einem Wasserschaden, das Fehlen eines zweiten Rettungsweges und eine reduzierte Personenzahl im Vortragssaal. Eine denkmalgerechte Sanierung inklusive restauratorischer Untersuchungen ist erforderlich. Auftraggeber und Ort ist Lübeck, Deutschland.

Beschreibung

Das sogenannte "Luise-Klinsmann-Haus" wurde in den Jahren 1963-1965 nach Entwurf des Architekten Ernst Blunck als Volkshochschule errichtet und dient seitdem als zentraler Bildungsstandort in der Lübecker Innenstadt. Das Gebäude mit einer BGF von 1.776 m² ist als qualitätsvoller Vertreter der Nachkriegsmoderne einzuordnen und steht vollständig unter Denkmalschutz. Neben der architektonischen Gesamtstruktur sind insbesondere gestalterische und künstlerische Elemente erhaltenswert, darunter das großformatige Bronzerelief "Allegorie der Natur- und Geisteswissenschaften" von Georg Weiland über dem Eingangsbereich. Es handelt sich um einen Skelettbau mit dreigeschossiger Rasterfassade und seitlich betonter Eingangsachse mit verglastem Treppenhaus. Die Rückfront ist in Ziegel verblendet; rückseitig befindet sich ein auf vier Trägern aufgehängter, vorspringender Anbau mit Vortragssaal. Darunter liegt ein zum Schulungsraum ausgebauter Kellerbereich mit konstruktiv sichtbarem Gerüst aus Fertigbetonrippen und verlorenen Schalungskassetten. Im Inneren prägen ein zentrales Treppenhaus mit filigranem Metallgeländer, dunkle Terrazzo-Beläge, bauzeitliche Holztüren sowie farbige Gestaltungsreste der 1960er Jahre das Erscheinungsbild. In den 1990er- und 2000er-Jahren erfolgten teilweise Überformungen, unter anderem durch Modernisierungen des Eingangsbereichs, Veränderungen der Binnenstruktur, akustische Abhangdecken sowie Anpassungen im Vortragssaal. Restauratorische Untersuchungen der historischen Farb- und Materialfassungen sind erforderlich. Trotz der hohen baukulturellen Qualität bestehen erhebliche bauliche, technische und brandschutzrelevante Defizite, die die Nutzung der Volkshochschule derzeit einschränken. Neben außer Betrieb befindlichen Sanitäranlagen infolge eines Wasserschadens sind insbesondere Defizite im baulichen und anlagentechnischen Brandschutz, das Fehlen eines zweiten baulichen Rettungsweges, die brandschutzbedingte Reduzierung der Personenzahl im Vortragssaal sowie die fehlende Barrierefreiheit zu nennen. Die elektrischen Anlagen wurden zuletzt lediglich provisorisch ertüchtigt. Zudem besteht Sanierungsbedarf bei der Trinkwasserinstallation, der Heizungsanlage, der Fassade sowie im Bereich der Dachkonstruktion über dem Vortragssaal. Ziel der Maßnahme ist eine integrative, denkmalgerechte und genehmigungsfähige Gesamtplanung zur nachhaltigen Sicherung des Standortes. Die bauliche und technische Bestandsaufnahme des Gebäudes wird im Rahmen einer vorgelagerten, vorbereitenden Maßnahme erbracht und den Planungsbeteiligten als Grundlage zur Verfügung gestellt. Im Rahmen der ausgeschriebenen Objektplanung ist die vorliegende Bestandsdokumentation auf Plausibilität und Vollständigkeit zu prüfen. Der Auftraggeber behält sich vor, bei Bedarf eine vertiefende, ergänzende oder in Teilbereichen weitergehende Bestandsaufnahme sowie eine detailliertere Darstellung einzelner Bauteile, Schadensbilder oder konstruktiver Zusammenhänge zu beauftragen, sofern dies zur Sicherstellung einer belastbaren Genehmigungs- und Ausführungsplanung erforderlich ist. Auf dieser Grundlage ist ein ganzheitliches Sanierungs- und Ertüchtigungskonzept zu entwickeln, dass die brandschutztechnische Neuordnung mit Herstellung eines zweiten Rettungsweges, die Integration einer Aufzugsanlage zur Sicherstellung der Barrierefreiheit, die technische Modernisierung der Gebäudeausrüstung sowie energetische Verbesserungen in Einklang mit den denkmalpflegerischen Anforderungen bringt. Ein Brandschutzkonzept befindet sich in Erarbeitung und wird in die Objektplanung integriert. Die Planung und Ausführung erfordert eine besonders enge und kontinuierliche Abstimmung mit der Denkmalpflege, den Genehmigungsbehörden, der Feuerwehr, den Fachplanern und dem Nutzer. Erwartet wird eine architektonisch sensible Lösung, die die Qualitäten des Nachkriegsbaus und seiner Innenraumgestaltung wahrt, Eingriffe nachvollziehbar und substanzschonend entwickelt und zugleich die bauordnungsrechtlichen Anforderungen an Sicherheit, Nutzung und Nachhaltigkeit erfüllt. Die Kosten für die KG 300 + 400 betragen 1.966.386,55 Euro (netto). Die zu vergebenden Planungsleistungen umfassen die Grundleistungen der Objektplanung für Gebäude und Innenräume gemäß § 34 HOAI in Verbindung mit Anlage 10.1 HOAI. Gegenstand der Beauftragung sind sämtliche zur werkvertraglichen und vollständigen Erfüllung der Planungsaufgabe erforderlichen Grundleistungen, insbesondere: - Leistungsstufe 1: Leistungsphasen 1-3 Objektplanung gem. §§ 33 HOAI; - Leistungsstufe 2: Leistungsphase 4 Objektplanung gem. §§ 33 HOAI als optionale Beauftragung des AG; - Leistungsstufe 3: Leistungsphase 5 Objektplanung gem. §§ 33 HOAI als optionale Beauftragung des AG; - Leistungsstufe 4: Leistungsphasen 6-7 Objektplanung gem. §§ 33 HOAI als optionale Beauftragung des AG; - Leistungsstufe 5: Leistungsphasen 8-9 Objektplanung gem. §§ 33 HOAI als optionale Beauftragung des AG; - Besondere Leistungen in allen Leistungsphasen der Objektplanung gem. §§ 33 HOAI als optionale Beauftragung durch Bestimmung des AG. Ein Anspruch auf Beauftragung der Leistungsstufen 2-5 besteht erst mit schriftlicher Beauftragung durch den Auftraggeber. - Die Planungsleistungen sind in enger, kontinuierlicher und nachvollziehbar dokumentierter Abstimmung mit der zuständigen Denkmalpflege zu erbringen. - Das Brandschutzkonzept ist vollständig und integrativ in die Objektplanung einzuarbeiten. Erforderliche Anpassungen sind in Abstimmung mit dem Fachplaner für Brandschutz vorzunehmen und planerisch umzusetzen. - Maßliche Bestandsaufnahme des Gebäudes zur Erstellung vollständiger, korrekter und aktueller Planunterlagen als Grundlage für die weiteren Planungs- und Bearbeitungsschritte als optionale besondere Leistung durch Bestimmung des AG. - Ausführliche und detaillierte technische Bestandsaufnahme hinsichtlich Funktionsfähigkeit, baulichem Zustand und qualitativer Beschaffenheit der vorhandenen Bausubstanz als Grundlage für die weitere Planungs-, Ausschreibungs- und Kostenberechnung als optionale besondere Leistung durch Bestimmung des AG. Die Beauftragung ist für das 2. Quartal 2026 geplant. Der Beginn der Leistung erfolgt mit Auftragserteilung. Ein Abschluss der LPH 3 ist für November 2026 vorgehsehen, die geplante Fertigstellung der Gesamtmaßnahme für 2029. Mit der Aufforderung zur Angebotsabgabe wird den im Teilnahmewettbewerb ausgewählten Büros ein Vertragsentwurf zur Verfügung gestellt. Hinweis: Der Auftraggeber behält sich vor, den Zuschlag ohne Verhandlungen auf Basis der ursprünglichen Angebote zu erteilen (§ 17 Abs. 11 VgV). Die Vergabestelle lässt sich in der operativen Umsetzung dieses VgV-Verfahrens durch das Büro D&K drost consult GmbH aus Hamburg unterstützen und beratend begleiten.

Amtliche Quelle

Quelle: TED - Tenders Electronic Daily (Publications Office of the EU)

Prüfen Sie alle Angaben stets in der amtlichen Bekanntmachung.

Zuletzt mit TED - Tenders Electronic Daily (Publications Office of the EU) abgeglichen vor 1 Monat

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str.ucture GmbH 1 113.711 € Jul 2026
KPI Planungsgesellschaft mbH 1 k. A. Aug 2026

Grundlage: 2 Vergaben mit verknüpftem Unternehmensprofil aus den letzten 5 Jahren.

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