Deutschland - Bauarbeiten für Kraftwerke und Heizkraftwerke - Elektrodenheizkessel Reick - Los 2.1 Elektrotechnik Mittelspannung
Auftraggeber: Drewag Stadtwerke Dresden GmbH
Land: Deutschland
Verfahren: Sonstiges Verfahren
Branche (CPV): Bauarbeiten (45251000)
Aperlena: https://aperlena.com/de/t/deutschland-bauarbeiten-fur-kraftwerke-und-heizkraftwerke-elektrodenheizkessel-reick-los-21-elektrotechnik-mittel-3a98be9003
Amtliche Bekanntmachung: https://ted.europa.eu/en/notice/-/detail/402763-2026
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Zusammenfassung
Maschinell erstellte Zusammenfassung
Die DREWAG Stadtwerke Dresden GmbH, ein Tochterunternehmen der Sachsen Energie AG und Betreiber des Zentralen Fernheiznetzes von Dresden, plant die Errichtung einer Elektrodenheizkesselanlage (2 x 40 MW elektrische Leistung) am Standort Heizkraftwerk Dresden-Reick. Ziel ist die Dekarbonisierung der Wärmeerzeugung durch Power-to-Heat. Ausgeschrieben wird das Los 2.1 Elektrotechnik Mittelspannung im Rahmen eines in mehrere Lose aufgeteilten Projekts, zu dem auch maschinen- und verfahrenstechnische Leistungen und technische Gebäudeausrüstung gehören. Die Anlage wird über Wärmeübertrager an das Fernwärmenetz angebunden; die bestehenden Wärmespeicher dienen als hydraulischer Puffer. Betrieb als geplanter Wärmeerzeuger sowie Teilnahme am Regelenergiemarkt (PRL und SRL) sind vorgesehen.
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Beschreibung
Die DREWAG Stadtwerke Dresden GmbH (nachfolgend DREWAG), ein Tochterunternehmen der Sachsen Energie AG, betreibt das Zentrale Fernheiznetz (ZFHN) der Stadt Dresden. Im Rahmen der angestrebten Dekarbonisierung soll der Anteil regenerativer Wärmeerzeugung deutlich erhöht werden. Einen wichtigen Baustein bilden dabei Power-tot-Heat-Anlagen (P2H-Anlagen), die regenerativ erzeugten Strom zur Wärmeerzeugung nutzen. Elektrodenheizkessel ermöglichen die Produktion von Heißwasser für die Fernwärmeversorgung. Vor diesem Hintergrund plant die DREWAG die Errichtung einer Elektrodenheizkesselanlage (EHK-Anlage) zur Wärmeerzeugung für das ZFHN am Standort Heizkraftwerk Dresden-Reick (HKW Re). Der Standort bietet für den Bau und die Integration der Anlage besonders günstige Voraussetzungen: • vorhandene elektrische Leistungsversorgung auf Mittelspannungsebene • bestehender Anschluss an das Fernwärmenetz • Nutzung vorhandener Wärmespeicher als hydraulischer Zwischenpuffer • verfügbare bebaubare Flächen und grundsätzlich gegebene Genehmigungsfähigkeit • Synergien bei Betrieb und Instandhaltung durch räumliche Nähe zu Bestandsanlagen und bestehendem Betriebspersonal Das Projekt umfasst die Errichtung einer EHK-Anlage mit 2 × 40 MW elektrischer Leistung sowie deren Einbindung in das ZFHN. Die Kopplung erfolgt indirekt über Wärmeübertrager. Die bestehende Wärmespeicheranlage am Standort übernimmt dabei die Funktion einer hydraulischen Weiche zwischen den Elektrodenheizkesseln und dem Fernwärmenetz, wodurch Erzeugung und Bedarf zeitlich entkoppelt werden. Derzeit sind zwei Betriebsarten vorgesehen: • Geplanter Wärmeerzeuger im Rahmen der regulären Fernwärmebereitstellung • Teilnahme am Regelenergiemarkt (Erbringung von Systemdienstleistungen), insbesondere Bereitstellung von Primär- und Sekundärregelleistung (PRL und SRL) Das Gesamtprojekt wird in mehreren Losen vergeben und abgewickelt. Die Lose umfassen maschinen- und verfahrenstechnische Leistungen, technische Gebäudeausrüstung (TGA), elektrotechnische und leittechnische Systeme sowie bautechnische Leistungen. Die Montage des EHK ist beginnend für das 1. Quartal 2028 terminiert. Die anschließende Inbetriebsetzung (IBS) ist für das 3. Quartal 2028 geplant. Der Teilnahmewettbewerb und die Vergabe erfolgen nach Kriterien, welche in den Ausschreibungsunterlagen festgelegt sind. Die vollständigen Ausschreibungsunterlagen (detaillierte Planung) werden erst nach Beendigung des Teilnahmewettbewerbs den qualifizierten Bietern zur Verfügung gestellt.
Im Los 2.1 werden die Mittelspannungsschaltanlagen sowie der Eigenbedarfstransformator für die neu zu errichtenden Elektrodenheizkessel (EHK) am Standort Reick ausgeschrieben. Die Versorgung der beiden Elektrodenheizkessel mit jeweils 40 MWel erfolgt auf der 10,5 kV-Ebene aus dem vorgelagerten Gasmotorenkraftwerk (GMHKW). In diesem Zusammenhang sind Anpassungen an den bestehenden Mittelspannungsfeldern erforderlich. Dazu zählen insbesondere der Austausch der vorhandenen Schutzrelais, die durch den Auftraggeber beigestellt werden, sowie weitergehende Modifikationen des Schutzsystems zur Änderung der Zertifizierung von Erzeugungsanlage auf eine Mischanlage gemäß VDE-AR-N 4120. Die Leistungsübertragung erfolgt über 10,5 kV-Mittelspannungskabel, deren Lieferung und Verlegung Bestandteil von Los 2.2 ist. Die Eigenbedarfsversorgung der EHK-Anlage wird aus dem bestehenden Heizkraftwerk Reick über die 6,3 kV-Spannungsebene realisiert. Hierfür wird die vorhandene Mittelspannungsschaltanlage (SIEMENS NX-AIR M, Baujahr 2016) um ein baugleiches Abgangsfeld sowie optional um ein Reservefeld erweitert. Über die in Los 2.2 enthaltenen Mittelspannungskabel wird ein Eigenbedarfstransformator (6,3-/ 0,42- kV, 2 MVA) gespeist. Die Niederspannungsseite des Transformators dient der Versorgung der nachgeordneten Niederspannungsschaltanlagen. Zur Bereitstellung der erforderlichen Steuer- und Hilfsspannungen wird eine gesicherte Stromversorgung aufgebaut. Diese umfasst eine 220 V-Gleichspannungsanlage mit Batterie sowie eine 230 V-Wechselspannungsversorgung über nachgeschaltete Wechselrichter. Über diese Systeme werden die erforderlichen Steuerspannungen für die Mittel- und Niederspannungsanlagen bereitgestellt. Die Niederspannungsschaltanlagen, Kabelanlagen sowie die gesicherten Versorgungen sind nicht Bestandteil dieses Loses, sondern werden im Los 2.2 ausgeschrieben. Das Los 2.1 umfasst sämtliche Leistungen von der Planung bis zur betriebsfertigen Übergabe der Anlagen. Dies beinhaltet insbesondere: • Auslegung, Berechnung und Konstruktion der elektrotechnischen Anlage • Lieferung und betriebsfertige Montage der Komponenten • Inbetriebsetzung sowie Durchführung des Probebetriebs • Fortschreibung der Planungsunterlagen und Erstellung der vollständigen Dokumentation • Umbau der zwei vorhandenen 10,5 kV-Schaltfelder im GMHKW Reick und Unterstützung bei der Anpassung der Zertifizierung • Lieferung und Installation von zwei 2 feldrigen 10,5 kV-Mittelspannungsschaltanlagen im EHK-Gebäude • Erweiterung der bestehenden 6,3 kV-Mittelspannungsschaltanlage im HKW Reick um zwei Schaltfelder • Integration des Eigenbedarfstransformators (6,3-/ 0,42-kV) im EHK-Gebäude Der Auftragnehmer hat für seinen gesamten Liefer- und Leistungsumfang die erforderlichen Nachweise zu erbringen. Dazu zählen insbesondere die CE-Konformitätserklärung sowie die Durchführung und Dokumentation der Risikobeurteilungen gemäß den geltenden gesetzlichen Anforderungen.
Amtliche Quelle
Quelle: TED - Tenders Electronic Daily (Publications Office of the EU)
Prüfen Sie alle Angaben stets in der amtlichen Bekanntmachung.
Zuletzt mit TED - Tenders Electronic Daily (Publications Office of the EU) abgeglichen vor 1 Monat
Grundlage: 16594 Vergaben mit verknüpftem Unternehmensprofil aus den letzten 2 Jahren.
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Änderungsverlauf
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