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Évaluation scientifique du programme régional de Thuringe pour la démocratie, la tolérance et l'ouverture
Acheteur: Thüringer Ministerium für Soziales, Gesundheit, Arbeit und Familie, Abteilung 6 Jugend, Referat 64 Demokratieförderung
Pays: Allemagne
Procédure: Autre procédure
Secteur (CPV): Services aux entreprises (79315000)
Aperlena: https://aperlena.com/fr/t/wissenschaftliche-evaluation-des-thuringer-landesprogramms-fur-demokratie-toleranz-und-weltoffenheit-0d2aedd709
Avis officiel: https://oeffentlichevergabe.de/ui/de/notice-detail/da0a73aa-64d2-4581-a627-bfa4c2ea9d6b
Résumé
Résumé généré automatiquement
Le ministère thuringeois des Affaires sociales, du Travail, de la Santé et de la Famille (service 64, promotion de la démocratie) entend confier une évaluation scientifique du programme régional de Thuringe pour la démocratie, la tolérance et l'ouverture pour les années 2026 et 2027. Ce programme regroupe des mesures visant à renforcer la cohésion sociale, à promouvoir la culture démocratique et à lutter contre l'hostilité envers des groupes. Aucune valeur du marché ni date limite de remise des offres n'est indiquée dans la description. Les candidats doivent consulter le dossier de consultation complet pour les modalités de procédure et les exigences.
Description
Ziel des Auftrags/Beschreibung der Aufgabe:
Das Thüringer Ministerium für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Familie, Referat 64, De-mokratieförderung, beabsichtigt für die Jahre 2026 und 2027 eine wissenschaftliche Eva-luation des Thüringer Landesprogramms für Demokratie, Toleranz und Weltoffenheit zu beauftragen.
Das Thüringer Landesprogramm für Demokratie, Toleranz und Weltoffenheit bündelt alle Maßnahmen für Demokratie, Toleranz und Weltoffenheit im Freistaat. Das Landespro-gramm verbindet Demokratiebildung und Prävention. Es fördert und vernetzt Projekte, die beteiligungsorientierte Alltagskultur entwickeln, Beratungs- und Unterstützungssyste-me bereitstellen und die Partnerschaft von Staat und Zivilgesellschaft ausgestalten. Die im Rahmen des Landesprogramms durchgeführten Maßnahmen und die aus ihm geför-derten Institutionen und Projekte eint das Verständnis, dass eine lebendige Demokratie auf das demokratische und menschenrechtsorientierte gesellschaftliche Engagement der Bürgerinnen und Bürger angewiesen ist. Ziel des Landesprogramms für Demokratie ist es, den gesellschaftlichen Zusammenhalt zu stärken, demokratische Kultur zu fördern und gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit wirksam entgegenzutreten.
Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene sind eine wesentliche, aber nicht die alleinige Zielgruppe des Programms. Die inhaltliche Schwerpunktsetzung liegt auf einer Strategie gegen Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit und will den damit verbundenen Un-gleichwertigkeitsvorstellungen begegnen. Die Handlungsfelder des Programms sind nach primärer, sekundärer und tertiärer Prävention und Demokratiebildung sowie nach den verschiedenen Bereichen der Landespolitik und des Regierungshandelns strukturiert. Des Weiteren betont es die Freiheit der Projektträger, vor dem Hintergrund des Leitbildes des Landesprogramms und der Beschreibung der Gefährdungen der demokratischen Kultur in Thüringen in Eigenverantwortung spezifische Konzepte und Maßnahmen umzusetzen.
Das Landesprogramm hat neun übergeordnete Ziele, zu deren Erreichung die Maßnah-men des Programms, aber auch die Aktivitäten der gesamten Landesregierung beitragen sollen:
1. Menschenrechtsorientierte Einstellungen fördern und demokratische Kompeten-zen stärken
2. Demokratische Erfahrungsräume ermöglichen und eine beteiligungsorientierte Alltagskultur entwickeln
3. Gesellschaftliche und soziale Inklusionsprozesse gestalten und Antidiskriminie-rungsarbeit stärken
4. Diversität unterstützen, Interkulturalität und Internationalität entwickeln
5. Zivilgesellschaftliches Engagement anregen und unterstützen
6. Lokale Aktivitäten unterstützen und im Sozialraum vernetzt wirken
7. Beratungs- und Unterstützungssysteme bedarfsgerecht bereitstellen
8. Partnerschaft von Staat und Zivilgesellschaft ausgestalten
9. Qualität durch Qualifizierungsangebote, Begleitforschung und Programmevalua-tion sichern
Zur Verfolgung der Ziele des Landesprogramms wurden seit Beginn Strukturen aufge-baut und gefördert, die in den jeweiligen Handlungsfeldern greifen.
Für die Umsetzung des Landesprogramms für Demokratie, Toleranz und Weltoffenheit sind im Landeshaushalt 2026 ca. 6,3 Mio. Euro veranschlagt. Zusätzlich werden Projekte mit Mitteln der Bundesprogramme „Demokratie leben!“ und „Zusammenhalt durch Teil-habe“ in Thüringen umgesetzt und durch das Landesprogramm kofinanziert.
Alle Projekte des Thüringer Landesprogramms für Demokratie, Toleranz und Weltoffen-heit sind per Auflage im Bescheid zur Zusammenarbeit mit der Evaluation verpflichtet.
Die wissenschaftliche Evaluation soll zwei Fragen beantworten:
I. Welchen Beitrag leisten die Strukturen und Projekte des Landespro-gramms zur Erreichung der Programmziele?
Zur Beantwortung sind 15 Projektbesuche der wesentlichen Strukturen und Projekte vor-gesehen, die der Erhebung von Leitfadeninterviews mit relevanten Akteuren dienen. Zu den Projekten gehören die Beratungs-, Schul-, Wissenschafts- und Verbandsprojekte des LPDTW. Ergänzt wird die Projektauswahl von je einer Partnerschaft für Demokratie aus den Planungsregionen Ost-, Südwest-, Nord- und Mittelthüringen.
Aufgaben
Meilenstein 1A:
1. Präzisierung des Evaluationsdesigns und Operationalisierung
2. Dokumentenanalyse, z.B. Anträge, Sachberichte, Veröffentlichungen
3. Entwicklung von Indikatoren zur Erreichung der Landesprogrammziele und der zu-grunde liegenden Wirkungslogik der Strukturen und Projekte
4. Entwicklung eines standardisierten Interviewleitfadens
Meilenstein 2A:
5. Datenerhebung durch Befragung der Projekte: Interviews mit Projektleitungen bzw. Mitarbeitenden oder der Projektträger
6. Auswertung der Erkenntnisse in Form strukturierter Projektsteckbriefe mit Aussa-gen zum Beitrag jedes einzelnen Projekts zur Erreichung der Landesprogrammziele (Projektperspektive)
Meilenstein 3A:
7. Auswertung der Erkenntnisse für jedes Landesprogrammziel (Zielperspektive)
8. Zwischenbericht Teil 1
II. Wie funktioniert die Vernetzung aller Strukturen und Projekte des Landes-programms untereinander und mit externen Partnern, welche inhaltlichen und methodischen Schwerpunkte werden gesetzt, welche Zielgruppen werden erreicht?
Zur Beantwortung ist eine standardisierte, schriftliche Befragung aller Projekte des Lan-desprogramms (ca. 80 Projekte) durchzuführen. Die darin enthaltenen Fragen zur Ver-netzung werden zusätzlich weiteren externen Partnern (z.B. Schulämter, Landeszentrale für pol. Bildung u.a.) gestellt.
Aufgaben
Meilenstein 1B:
1. Präzisierung des Evaluationsdesigns und Operationalisierung
2. Entwicklung eines standardisierten Fragebogens mit folgenden Inhalten:
a. Vernetzung innerhalb des Landesprogramms und mit weiteren Akteuren (Fragen zu Bekanntheit, Kontakt, (Intensität der) Kooperation, gewünschter Kooperation u.ä.), Beitrag der Vernetzung zur Zielerreichung
b. Weitere Schwerpunkte der Projektarbeit: Inhalte, Methoden, Zielgruppen, Zielgruppenerreichung
c. Weitere Inhalte können ergänzt werden/freie Items
Meilenstein 2B:
3. Pretest, Durchführung der schriftlichen Befragung
4. Auswertung der Befragung:
a. Analyse aller Ergebnisse bezüglich der Schwerpunkte der Projektarbeit
b. Visualisierung der Vernetzungsanalyse
c. Ergänzung der Projektsteckbriefe (s.o.) durch relevante Ergebnisse der schriftlichen Befragung
5. Zwischenbericht Teil 2
Meilenstein 3B:
6. Die Ergebnisse beider Zwischenberichte sind in einem Abschlussbericht systema-tisch aufeinander zu beziehen und bezüglich der Ausgangsfragestellungen zu ana-lysieren. Aus diesen Analysen sind steuerungs- und strukturrelevante Empfehlun-gen abzuleiten.
Meilenstein 4B:
7. Die wesentlichen Erkenntnisse sind der Fachöffentlichkeit in einem geeigneten halbtägigen Format zu präsentieren. Die Organisation der Veranstaltung ist nicht Teil der Ausschreibung, sondern obliegt dem Fachreferat.
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24 099 856 €
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