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Deutschland - Sozialforschung - Uganda - Forschungsprojekt zur Bildungsmigration

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Zusammenfassung

Maschinell erstellte Zusammenfassung

Beschafft wird ein Forschungsprojekt 'Auswirkungen internationaler Bildungsmigration ugandischer Studierender'. In den Jahren 2026 bis maximal 2030 sollen in 70 Distrikten Ugandas verlaessliche Daten erhoben und aufbereitet werden, als Instrument werden incentivierte Interviews verwendet. Das Projekt begleitet das Malengo-Programm wissenschaftlich, das ausgewaehlten ugandischen Schulabgaengern mit Hochschulzugangsberechtigung ein Studium in Deutschland ermoeglicht. Untersucht werden Wirkungen auf Teilnehmende, Familien, Freunde und Nachbarn, etwa Einkommens- und Konsumwirkungen, Humankapital, Zukunftserwartungen und Gesundheit, sowie die Frage nach Brain Drain oder Brain Gain. Der buyer und Ort liegen in Deutschland.

Beschreibung

Im Projekt "Auswirkungen internationaler Bildungsmigration ugandischer Studierender" sollen in den Jahren 2026 - max. 2030 verlässliche Daten in 70 Distrikten Ugandas erhoben und aufbereitet werden. Es werden incentivierte Interviews als Instrument verwendet. Das Malengo- Programm ermöglicht ausgewählten Schulabgängerinnen und Schulabgängern mit Hochschulzugangsberechtigung aus Uganda ein Studium in Deutschland. Die Auswahl findet in einem mehrstufigen Verfahren statt, wobei akademische Leistungen und Motivation berücksichtigt werden. Außerdem ist das Programm explizit an Schülerinnen und Schülern gerichtet, die sich ohne die Unterstützung des Programms kein Hochschulstudium leisten könnten. Unser Forschungsprojekt begleitet dieses Programm wissenschaftlich. Ziel des Forschungsprojekts ist es, die Wirkungen internationaler Bildungsmigration umfassend zu verstehen. Im Mittelpunkt stehen die Auswirkungen auf die Programmteilnehmenden selbst sowie auf ihre Familienmitglieder, engen Freunde, Nachbarn und Kinder von Nachbarn in ihren Herkunftsgemeinden in Uganda. Untersucht werden unter anderem Einkommens- und Konsumwirkungen, Entwicklung von Humankapital, Zukunftserwartungen, Einstellungen, Präferenzen, subjektives Wohlbefinden und Gesundheit. Ein weiterer Schwerpunkt bei der Untersuchung des sozialen Netzwerks in Uganda ist die Frage, ob internationale Bildungsmigration zu einem "Brain Drain" oder "Brain Gain" führt. Analysiert werden hierzu die Rolle von Geldtransfers durch die Studierenden in Ihr Heimatland, Wissenstransfers, Vorbildwirkungen sowie die Folgen der physischen Abwesenheit der Migranten in den Familien und lokalen Gemeinschaften. Von besonderem Interesse ist, ob das Wissen über die Erfahrungen der Programmteilnehmenden, Bildungsentscheidungen und Arbeitsmarktergebnisse jüngerer Geschwister und Bekannter im Herkunftsland beeinflusst. Zudem wird untersucht, wie sich Einstellungen zu Migration und zu Beschäftigungschancen im Ausland verändern und welche politischen und sozialen Ansichten sich in den Herkunftsgemeinschaften herausbilden. Im Rahmen der geplanten Vergabe sollen Befragungsdienstleistungen inklusive des Datenmanagements in Uganda vergeben werden. Dazu gehören Basisbefragungen und Folgebefragungen mehrerer Kohorten von Malengo-Stipendiaten und deren sozialen Netzwerken. Die Gesamtstichprobengröße steht noch nicht endgültig fest, da die Zahl der jährlichen Bewerber für eine neue Kohorte zum Zeitpunkt der Vergabe noch unbekannt ist. Vorgesehen ist derzeit, Basisbefragungen je Kohorte von etwa 100 bis 300 Bewerbern sowie jeweils einer vergleichbaren Anzahl von Betreuungspersonen, Geschwistern, engen Freunden, Nachbarn und Kindern dieser Nachbarn durchzuführen. Darüber hinaus sind Folgebefragungen mit bestehenden Kohorten und den jeweiligen Betreuungspersonen, Geschwistern, engen Freunden, Nachbarn und Kindern der Nachbarn geplant. Bewerber, die bereits nach Deutschland migriert sind, gehören nicht zur vor Ort zu befragenden Stichproben. Die Einbeziehung von Nachbarn und deren Kindern in Folgebefragungen kann gegebenenfalls reduziert oder ausgeschlossen werden. Alle Interviews in Uganda sollen grundsätzlich als persönliche Face-to-Face-Interviews durchgeführt werden. Nur in Ausnahmefällen, in denen sich eine Zielperson dauerhaft außerhalb Ugandas (mit Ausnahme Deutschlands) aufhält, sind Telefoninterviews vorgesehen. Die Kontaktdaten der in die Studie eingeschlossenen Personen werden vom verantwortlichen Forschungsteam (Max-Planck-Institut) bereitgestellt. Weitere Informationen zur Aufgabenverteilung und zum Ablauf der Erhebungen sind in den Vergabeunterlagen detailliert beschrieben. An das zu beauftragende Feldforschungsunternehmen und dessen Interviewer werden erhöhte Anforderungen gestellt. Die Erhebung der Paneldaten in Uganda ist mit erfahrenen Interviewern, die kulturelle Kompetenz und Kenntnis der lokalen Sprache und Gegebenheiten besitzen und geschult sind, durchzuführen. Für verlässliche Daten ist das Vertrauen und die langjährige Zusammenarbeit vor Ort unerlässlich. Zentrale Kriterien sind nachweisbare Erfahrung in präziser Datenerhebung und Datenmanagement nach aktuellen wissenschaftlichen Standards, sowie ausgeprägte Detailorientierung und vorrausschauende Organisation im Feld. Der Auftragnehmer benötigt neben der Ortskenntnis auch Kenntnisse der kulturellen Gepflogenheiten im ländlichen Uganda. Das geht über die Sprachkenntnisse hinaus und umfasst auch den angemessenen Umgang mit regionaler Vielfalt und Traditionen (verschiedenste ethnische Gruppen sowie das Leben in Großfamilien). Eine besondere Herausforderung ist die Mobilität der zu Befragenden in ganz Uganda in den Familien und Nachbarschaften. Um die langjährige Datenerhebung sicherzustellen, ist eine professionelle und zugleich vertrauensvolle Beziehung zwischen Interviewern und Interviewten ein entscheidender Faktor für den Projekterfolg. Die Durchführung der incentivierten Interviews erfordert ein hohes Maß an Professionalität bei der Durchführung, da die Probandinnen und Probanden unbedingt darauf vertrauen, dass die Auszahlungen auch über die Folgejahre verlässlich durchgeführt werden. Das Vertrauensverhältnis während des gesamten Projektverlaufes ist durch ein stablies Interview-Team vom Dienstleister sicherzustellen. Von besonderer Bedeutung sind außerdem strikte Neutralität, Professionalität und der Schutz der Vertraulichkeit der erhobenen Daten. Da auch enge soziale Kontakte von Malengo-Bewerberinnen und Bewerben befragt werden, muss klar vermittelt werden, dass die wissenschaftliche Datenerhebung organisatorisch und inhaltlich unabhängig von Malengo und vom Auswahlverfahren der Stipendien ist und dass sie nicht im Namen von Malengo handeln. Ebenso ist transparent zu machen, dass die Teilnahme an der Studie freiwillig ist und keine Auswirkungen auf Bewerbungs- oder Auswahlprozesse hat. Das Vergabeverfahren wird in drei Stufen durchgeführt; weitere Informationen entnehmen Sie bitte unter dem Punkt Einzelheiten zum Verfahrenstyp - Zusätzliche Informationen (BT-300). In der ersten Stufe ist innerhalb der festgelegten Frist eine Interessenbekundung einzureichen. Nur Unternehmen, die fristgerecht in der ersten Stufe eine Interessenbekundung abgegeben haben, werden zur zweiten Verfahrensstufe zugelassen. Die weiteren Einzelheiten und Fristen der zweiten und dritten Stufe werden den zugelassenen Interessenten gesondert mitgeteilt.

Amtliche Quelle

Quelle: TED - Tenders Electronic Daily (Publications Office of the EU)

Prüfen Sie alle Angaben stets in der amtlichen Bekanntmachung.

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Unternehmen Zuschläge Vergebenes Volumen Letzter Zuschlag
SOMI Experts GmbH 17 1.007 € Sep 2026
EICS Group GmbH Engineering Solutions 15 852 € Sep 2026
VD Services GmbH 14 694 € Sep 2026
Allgeier IT GmbH 12 632 € Sep 2026
Sicherheit Nord 10 k. A. Aug 2026

Grundlage: 1628 Vergaben mit verknüpftem Unternehmensprofil aus den letzten 2 Jahren.

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