VerhandlungsverfahrenDer Auftraggeber wählt Bewerber aus und verhandelt dann über die Angebote, bevor er entscheidet.Ganzer EintragOberhalb des EU-SchwellenwertsEin Auftrag, der groß genug ist, dass EU-weite Regeln gelten und er auf TED erscheinen muss.Ganzer Eintrag
CPV-CodeDas EU-weite Vokabular für den Beschaffungsgegenstand: ein achtstelliger Code in jeder Bekanntmachung.Ganzer Eintrag
Deutschland - Medizinische Ausrüstungen, Arzneimittel und Körperpflegeprodukte - mobile robotische Bildgebung
Auftraggeber: Universitätsmedizin Greifswald KöR
Land: Deutschland
Verfahren: Verhandlungsverfahren
Branche (CPV): Medizintechnik & Arzneimittel (33000000)
Aperlena: https://aperlena.com/de/t/deutschland-medizinische-ausrustungen-arzneimittel-und-korperpflegeprodukte-mobile-robotische-bildgebung-4486f994f3
Amtliche Bekanntmachung: https://ted.europa.eu/en/notice/-/detail/474301-2026
Die Angebotsfrist ist vorbei. Ein Zuschlag oder eine Berichtigung zu dieser Bekanntmachung: eine E-Mail, wenn das Register es sieht.
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Beschreibung
Die Universitätsmedizin Greifswald (im Folgenden UMG) plant die Beschaffung einer vollständig integrierten robotischen OP-Suite der Firma Brainlab. Diese umfasst Loop-X, Cirq Robotics Suite sowie Curve Spine & Trauma einschließlich serverbasierter Planungsintegration und ermöglicht eine durchgängige Kombination aus robotischer Bildgebung, Navigation, Planungssoftware und robotisch unterstützter Instrumentenführung. Die Investition dient nicht allein der technischen Modernisierung eines Operationssaals, sondern stellt eine strukturelle Maßnahme zum Aufbau eines interdisziplinären Wirbelsäulenzentrums dar. Am Universitätsklinikum wird seit mehreren Jahren eine Navigationslösung des Herstellers Brainlab eingesetzt, die im Rahmen der geplanten Beschaffung erweitert und weiterverwendet werden soll. Ziel ist die fachübergreifend standardisierte Behandlung komplexer degenerativer, traumatologischer, deformitätsbedingter, infektiöser und tumoröser Wirbelsäulenpathologien. Entscheidend für die Auswahl des zu beschaffenden Systems ist eine durchgehende digitale Prozesskette von der präoperativen Planung über intraoperative Navigation und robotische Assistenz bis zur 3D-Kontrolle während der Operation - ohne Medienbrüche oder Systemwechsel. Der klinische Nutzen wird im Folgenden anhand ausgewählter Anwendungen erläutert: - Mehrsegmentale degenerative Stabilisation: Bei mehrsegmentalen lumbalen Stabilisationen ermöglicht die Kombination aus serverbasierter Planung, robotischer Trajektorienführung und intraoperativer 3D-Kontrolle eine präzise Umsetzung der Operationsplanung. Die präoperative Planung kann interdisziplinär erstellt und im OP ohne Medienbrüche angewendet werden. Die robotische Stabilisierung der Instrumentenachse minimiert Abweichungen von der geplanten Trajektorie, während die intraoperative 3D-Verifikation eine sofortige Qualitätskontrolle vor Wundverschluss erlaubt. Besonders bei osteoporotischer Knochenqualität oder engen Pedikeln steigert diese Vorgehensweise die Präzision und kann die Revisionsrate reduzieren. - Deformitätenchirurgie: Langstreckige Instrumentationen bei Skoliose oder kyphotischen Fehlstellungen erfordern höchste Präzision. Das große intraoperative Scanvolumen ermöglicht die Abbildung mehrerer Segmente in einer einzigen Sequenz. Die Navigation bleibt auch bei rotierter Anatomie stabil nutzbar. Die robotische Führung verringert die Variabilität bei komplexer Pedikelgeometrie und schafft so einen reproduzierbaren Standard, selbst unter schwierigen anatomischen Bedingungen. - Revisionseingriffe: Voroperierte Wirbelsäulen sind besonders anspruchsvoll, da Vernarbungen, veränderte anatomische Landmarken und vorhandene Implantate die Orientierung erschweren. Die Kombination aus präoperativer Bildgebung und intraoperativem 3D-Scan ermöglicht eine sichere Planung auch bei veränderter Anatomie. Die Herstellerunabhängigkeit des Systems ist hierbei entscheidend, da verschiedene Implantat-Systeme berücksichtigt werden können. - S2AI- und lumbopelvine Fixationen: Becken- und Sakrumfixationen verlaufen in engen knöchernen Korridoren mit potenziell schwerwiegenden Komplikationen bei Fehlplatzierung. Die Kombination aus präziser Trajektorienplanung, robotischer Achsführung und intraoperativer 3D-Kontrolle erhöht die Sicherheit signifikant. Zudem ermöglicht die freie Wahl des Implantatsystems eine Anpassung an Frakturtyp oder Deformität, da unterschiedliche Schraubendesigns verwendet werden können. - Tumor- und Infektchirurgie Bei interdisziplinären Eingriffen - beispielsweise Dekompression durch die Neurochirurgie und Stabilisation durch die Orthopädie - erlaubt die serverbasierte Planung eine gemeinsame Bearbeitung des Falls. Beide Kliniken arbeiten auf derselben Datenbasis, sodass Planung, Umsetzung und Dokumentation konsistent erfolgen. Dies stellt eine zentrale infrastrukturelle Voraussetzung für den Betrieb eines funktionierenden Wirbelsäulenzentrums dar.
Amtliche Quelle
Quelle: TED - Tenders Electronic Daily (Publications Office of the EU)
Prüfen Sie alle Angaben stets in der amtlichen Bekanntmachung.
Zuletzt mit TED - Tenders Electronic Daily (Publications Office of the EU) abgeglichen vor 1 Monat
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