Deutschland - Dienstleistungen von Architekturbüros bei Gebäuden - Realisierungswettbewerb: Gedenkstätte Stalag 326 (VI K) Senne in Schloß Holte-Stukenbrock
Nichtoffenes VerfahrenZwei Stufen: Unternehmen bewerben sich zuerst um Teilnahme, nur die Ausgewählten dürfen anbieten.Ganzer EintragOberhalb des EU-SchwellenwertsEin Auftrag, der groß genug ist, dass EU-weite Regeln gelten und er auf TED erscheinen muss.Ganzer Eintrag
CPV-CodeDas EU-weite Vokabular für den Beschaffungsgegenstand: ein achtstelliger Code in jeder Bekanntmachung.Ganzer Eintrag
Deutschland - Dienstleistungen von Architekturbüros bei Gebäuden - Realisierungswettbewerb: Gedenkstätte Stalag 326 (VI K) Senne in Schloß Holte-Stukenbrock
Auftraggeber: Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL), Bau- und Liegenschaftsbetrieb
Land: Deutschland
Verfahren: Nichtoffenes Verfahren
Branche (CPV): Architektur- & Ingenieurdienste (71221000)
Aperlena: https://aperlena.com/de/t/deutschland-dienstleistungen-von-architekturburos-bei-gebauden-realisierungswettbewerb-gedenkstatte-stalag-326-vi-5a5ebd6461
Amtliche Bekanntmachung: https://ted.europa.eu/en/notice/-/detail/525457-2026
Die Angebotsfrist ist vorbei. Ein Zuschlag oder eine Berichtigung zu dieser Bekanntmachung: eine E-Mail, wenn das Register es sieht.
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Beschreibung
Aufgrund der historischen Bedeutung des Stalag 326 (VI K) Senne als eines der größten Kriegsgefangenenlager im Zweiten Weltkrieg im Deutschen Reich soll die derzeitige Gedenkstätte zu einer Gedenkstätte mit überregionaler und internationaler Bedeutung ausgebaut werden. _______________________________________________________________________________________________________ Insbesondere die Gruppe der sowjetischen Kriegsgefangenen, die mit über 5 Millionen in deutsche Gefangenschaft geratenen und mit bis zu 3 Millionen ermordeten Opfern die zweitgrößte Opfergruppe des Zweiten Weltkriegs darstellt, soll hier einen angemessenen Erinnerungsort erhalten und aus dem „Erinnerungsschatten“ (Joachim Gauck in seiner Rede am 6.5.2015 in Schloß Holte-Stukenbrock) geholt werden. Da das Stalag 326 als Durchgangs- und Verteilungslager für den gesamten Wehrkreis VI (der dem heutigen NRW entspricht) diente und die kriegsgefangenen in die Industrie (v.a. im Bergbau und der Schwer- und Stahlindustrie), die Landwirtschaft sowie in andere Firmen und kleinere Betriebe verteilte, in denen sie Zwangsarbeit verrichten mussten, soll die Gedenkstätte dieser geografischen und sozialen Ausdehnung des Lagers Rechnung tragen. Um diesem Anspruch gerecht zu werden, soll die Gedenkstätte Stalag 326 als eine besonders digitale Gedenkstätte geplant werden, die nicht nur online und App-basiert digitale Vermittlungsformen nutzt, sondern auch vor Ort in der Gedenkstätte klassische, analoge Vermittlungsansätze mit innovativen, digitalen Formaten und Methoden verbinden soll. Damit dies möglich ist, muss diese hybride Art der Vermittlung bereits bei der Architektur, Landschaftsarchitektur und Szenografie im Wettbewerb Berücksichtigung finden. Die zukünftige Gedenkstätte Stalag 326 (VI K) Senne soll in einem neu zu planenden Eingangsgebäude, in den historischen Bestandsgebäuden sowie in den Freianlagen Ausstellungen zu den drei historischen Zeitschichten des Kriegsgefangenenlagers (1941-1945), des zeitlich sich anschließenden britischen Internierungslagers „Civil Internment Camp No. 7“ (1946-1947) sowie des Sozialwerks Stukenbrock (1947-1970) als Flüchtlings- und Auffanglager präsentieren. _______________________________________________________________________________________________________ Die Wettbewerbsaufgabe umfasst folgende Bereiche: Neubau eines Eingangsgebäudes mit Kasse, kleiner Ausstellungsfläche, Multifunktionsbereich, Verwaltung sowie Technik- und Lagerflächen (ca. 1.400 m² Netto-Raumfläche); Denkmalgerechte Sanierung der drei Originalbaracken aus den Jahren 1941/42 (Entlausungsbaracke und Arrestbaracke) und 1956 (Sozialwerksbaracke); Gestaltung der Freianlagen (ca. 7,6 ha Wettbewerbsgrundstück); Ausstellungskonzeption für den Neubau (Prolog), die drei Bestandsbaracken und die Freianlagen Ziel des Wettbewerbs und anschließenden VgV-Verfahrens ist es, ein geeignetes Auftragnehmerteam (Architektur, Landschaftsarchitektur und Szenografie) mit den Planungsleistungen zur Realisierung eines Konzeptes zu beauftragen, welches den genannten, unterschiedlichen Anforderungen in gleicher Weise gerecht wird mit dem Ziel der Umsetzung und Inbetriebnahme der gesamten Gedenkstätte zum Jahreswechsel 2032/2033.
Amtliche Quelle
Quelle: TED - Tenders Electronic Daily (Publications Office of the EU)
Prüfen Sie alle Angaben stets in der amtlichen Bekanntmachung.
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