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Schweiz - Umweltschutz - Aktionsplan SBS Phase 2 (2025-2030) Integrales Risikomanagement Biodiversität

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Opis

Die Biodiversität ist eine zentrale Lebensgrundlage des Menschen und hat eine hohe wirtschaftliche Relevanz. Analysen des World Economic Forum oder der SwissRe veranschaulichen die globale Bedeutung des Risikos des Biodiversitätsverlustes. Demzufolge ist mehr als die Hälfte des globalen BIP von einer funktionierenden Biodiversität und intakten Ökosystemleistungen abhängig. Diese Leistungen nehmen mit fortschreitendem Rückgang der Biodiversität ab. Am 20. November 2024 hat der Bundesrat das Bundesamt für Umwelt BAFU mit der Umsetzung der zweiten Phase des Aktionsplans Strategie Biodiversität von 2025 bis 2030 (AP SBS II) beauftragt. Der Aktionsplan umfasst 15 Massnahmen, eine dieser Massnahmen (M13) widmet sich dem Thema ‘Integrales Risikomanagement Biodiversität’. Als Ziel dieser Massnahme wird folgendes formuliert: «Die Schweiz verfügt bis 2030 über die Grundlagen des integralen Risikomanagements Biodiversität, insbesondere über eine Risikoanalyse, über eine Risikobewertung und über eine Auslegeordnung der möglichen Umsetzung (Massnahmen).» Die Massnahme sorgt dafür, dass die Risiken des Biodiversitätsverlusts bekannt und anerkannt sind, auf ein akzeptables Mass reduziert und laufend überwacht werden. Dies soll dazu beitragen, dass die Biodiversität und von ihr erbrachten Ökosystemleistungen erhalten bleiben. Um die umfangreiche Zielvorgabe der Massnahme M13 erreichen zu können, wird eine breite Palette an Expertise benötigt, um die verschiedenen Aspekte abzudecken. Entsprechend wurde eine Aufteilung in vier Lose vorgenommen. - Los 1: Risikoidentifikation & Modellsimulation(en) - Los 2: Risikoanalyse & Szenarien - Los 3: Integrale Risikobeurteilung und -entwicklung - Los 4: Integrale Massnahmenplanung & Risikodialog Die vier Lose weisen Abhängigkeiten zueinander auf und sollen deshalb inhaltlich eng aufeinander abgestimmt werden. Es ist keine Losbeschränkung vorgesehen, die Lose können von Auftragnehmenden einzeln oder in Kombination umgesetzt werden. Es ist auch möglich, dass eine Anbietergemeinschaft ein Angebot für alle Lose einreicht, allerdings ist auch in diesem Fall für jedes Los ein separates Angebot einzureichen. Zusammentragen von Fallbeispielen bekannter Ereignisse und aktueller Entwicklungen aus dem In- und Ausland, die den Zusammenhang zwischen Biodiversitätsabnahme und Beeinträchtigung (bis hin zum Verlust) von Ökosystemleistungen aufzeigen. Es werden Ereignisse bzw. Entwicklungen ausgewählt, die in der Schweiz schon einmal zu einer Beeinträchtigung (bis hin zum Verlust) von Ökosystemleistungen geführt haben, Ereignisse, die im Ausland grosse Schäden verursacht haben und auch in der Schweiz denkbar sind oder mögliche Ereignisse oder Entwicklungen, die das Potenzial für schwerwiegende Konsequenzen oder eine Notlage haben. Dabei sollen sowohl Fallbeispiele gesammelt und aufbereitet werden, die die Auswirkungen gradueller Veränderungen aufzeigen (z.B. Rückgang pflanzenbestäubender Insekten und Bestäubungsleistung; Rückgang von Bodenorganismen und Bodenfruchtbarkeit), wie auch solche abrupter Veränderungen (z.B. Rückgang von Nützlingsorganismen und Massenauftreten von Schadorganismen) bis hin zu ‘biologischen Kipppunkten’ (z.B. irreversible Austrocknung von Torfmoosen, Sauerstoffarmut und Belüftungsbedarf von Baldegger- und Sempachersee). Die Hintergrundinformationen der Fallbeispiele sind dahingehend aufzubereiten, um ein funktionelles Verständnis der Einflussfaktoren sowie der zu Grunde liegenden Ursachen, Abläufe und Prozesse zu gewinnen, die zu den beobachteten Veränderungen geführt haben. Darauf basierend sind Ökosystem-Modelle zu erstellen, womit die beobachteten Veränderungen reproduziert und mittels Variation der verwendeten Parameter unterschiedliche Entwicklungen des betrachteten Systems und dessen Funktionen und mögliche Szenarien simuliert werden können. Da nicht davon ausgegangen werden kann, dass in allen Fällen alle relevanten Angaben/Informationen vorliegen, ist u.U. auch mit Proxydaten, Annahmen und Vereinfachungen zu arbeiten. Je nach Fallbeispielen kann dies unterschiedliche Modelltypen erfordern, um die Abhängigkeiten und Entwicklung simulieren zu können. Allenfalls sind die Modelle aufgrund der Erkenntnisse aus späteren Losen noch zu verfeinern, anzupassen oder zu ergänzen. Aus dem Vergleich der aufbereiteten Fallbeispiele sind systemübergreifend Gemeinsamkeiten abzuleiten, die den Zusammenhang zwischen Biodiversitätsverlust und Beeinträchtigung von Ökosystemfunktionen aufzeigen und auch auf andere (Öko-)Systeme übertragen und angewendet werden können. Daraus sollen sich insbesondere auch Eigenschaften, Charakteristika, Merkmale bezüglich Früherkennung möglicher Kipppunkte ableiten lassen. Es geht darum, ein modellbasiertes (Öko-)Systemverständnis zu entwickeln, das auf verschiedene Situationen angewendet werden kann, um die Entwicklung und Risiken bei fortlaufendem Biodiversitätsverlust besser verstehen und abschätzen zu können, wann mit abrupten Änderungen zu rechnen ist.; Im Rahmen dieses Auftrags sollen für fünf auszuwählende Gefährdungen Szenarien unterschiedlicher Intensität skizziert werden. Die Gefährdungen beziehen sich auf unterschiedliche Facetten des Biodiversitätsverlust basierend auf den Ergebnissen des Los 1. Die Intensitäten sind gemäss der nationalen Risikoanalyse des Bundesamts für Bevölkerungsschutz (Katastrophen und Notlagen für die Schweiz, KNS) folgendermassen definiert: - erheblich: Es handelt sich um ein Szenario, das erheblich stärker als ein Alltagsereignis ist. - gross: Es handelt sich um ein Szenario mit grosser Intensität. Es sind jedoch auch deutlich schwerere Ausprägungen und Ereignisabläufe in der Schweiz vorstellbar. - extrem: Es handelt sich um ein Szenario mit extremer Intensität. Solche Ereignisse sind in der Schweiz gerade noch vorstellbar (‘credible worst case’). Für die Beschreibung der Intensitätsstufen werden gefahrenspezifische Eckwerte berücksichtigt. Einflussgrössen, die das Ausmass und Intensität der Auswirkungen eines Ereignisses bestimmen, sind beispielsweise die räumliche Ausdehnung oder die Dauer des Ereignisses. Mit zunehmender Intensität des Ereignisses nehmen auch die Auswirkungen zu. Für jede der fünf Gefährdungen sind je Gefährdung drei Szenarien unterschiedlicher Intensität vertiefter zu erarbeiten und dafür insgesamt 15 Gefährdungsdossiers zu erstellen, worin Ablauf und Auswirkungen detailliert zu beschreiben sind. Sollte sich aufgrund der Vorarbeiten eine andere Aufteilung der 15 Gefährdungsdossiers als zielführender erweisen (z.B. mehr Gefährdungen, dafür weniger Szenarien pro Gefährdung) kann allenfalls auch eine andere Aufteilung erfolgen. Die Auswahl der Gefährdungen und Szenarien erfolgt in Absprache mit dem Auftraggeber.; Die Risikobeurteilung klärt, welche Risiken akzeptierbar sind und welche nicht. Akzeptabel ist ein Risiko, das aus guten Gründen als tragbar beurteilt wird. Dabei ist gemäss Hillebrand et al. 2023 (Marine Biodiversity 53: 43) zu bedenken, dass die Festlegung eines Schwellenwerts für Veränderungen der Biodiversität (ein maximal tolerierbarer Artenumsatz oder -verlust) vernachlässigt, dass die Multifunktionalität von Ökosystemen oft von einem komplexen Geflecht aus Wechselwirkungen zwischen Arten abhängt, und die ethische Frage aufwirft, ob man einen Teil der Biodiversität für verzichtbar erklären kann. Demzufolge ist es zielführender ‘Schwellenwerte’ für den Druck auf die Biodiversität zu definieren, da dies die Ursachen für Veränderungen der Biodiversität anspricht. Somit sind im Rahmen dieses Projekts gefährdungsübergreifend Einflussfaktoren zu identifizieren, welche relevanten Einfluss auf die Risikoentwicklung des Biodiversitätsverlusts hinsichtlich Ökosystemfunktionen haben. Dabei sind auch Abhängigkeiten und Rückkopplungseffekte zwischen verschiedenen Gefährdungen sowie Kompensationsmechanismen bei Rückgang / Ausfall von Ökosystemleistungen und deren Auswirkungen auf die Biodiversität, andere Ökosystemleistungen sowie Wirtschaft und Gesellschaft einzubeziehen. Für zehn bis zwölf Einflussfaktoren (basierend auf den Erkenntnissen und Ergebnissen der Lose 1 und 2) sind Trajektorien zu ihrer Entwicklung und Auswirkung auf die Veränderung des Risikos betreffend Biodiversität und Rückgang / Ausfall von Ökosystemleistungen zu analysieren und zu beurteilen. Die unterschiedlichen Trajektorien können z.B. in Anlehnung an die ValPar.CH-Szenarien differenziert und sollen bis hin zu kritischen Risikobereichen des Eintretens von abrupten Ökosystemeffekten extrapoliert werden. Die Auswahl der Einflussfaktoren und Trajektorien erfolgt in Absprache mit dem Auftraggeber. Im Sinne einer integralen Risikobeurteilung und -entwicklung soll schliesslich auch eine Gesamtschau über alle Einflussfaktoren und deren Interaktionen untereinander entlang der verschiedenen Trajektorien entwickelt werden und kritische ‘Schwellenwerte’ und deren Risiken hinsichtlich Biodiversität und Rückgang / Ausfall von Ökosystemleistungen und deren Konsequenzen für Wirtschaft und Gesellschaft aufgezeigt werden. Die Abhängigkeiten und gegenseitige Beeinflussung verschiedener Einflussfaktoren ist zu analysieren und hinsichtlich ihrer Bedeutung für das Gesamtrisiko zu gewichten. In einer integralen Risikobeurteilung sind das Zusammenspiel (Einflussfaktorenkombination) und gegenseitigen Interaktionen (sowohl in verstärkender als auch allenfalls abschwächender Hinsicht) entlang verschiedener Trajektorien aufzuzeigen sowie die daraus resultierenden Risiken für Wirtschaft und Gesellschaft zu beurteilen.; Die integrale Massnahmenplanung wägt Risiken und Chancen ab und definiert, in welchem Umfang Risiken gemieden, gemindert und getragen werden sollen. Es ist ein ganzheitliches Konzept und bedeutet, dass Risiken in einer Gesamtbetrachtung beurteilt und daraus der Handlungsbedarf priorisiert wird. In der integralen Massnahmenplanung sind das gemeinsame Abwägen von Interessen und Lösungen und die sachliche Begründung von Entscheidungen anspruchsvolle Aufgaben. Damit diese anspruchsvolle Aufgabe gelingt, soll dieser Prozess mittels Risikodialog angegangen werden. Im Risikodialog sollen - die (sowohl im Sinne der Einflussfaktoren als auch von den Auswirkungen) hauptbetroffenen Schlüsselakteure identifiziert und eingebunden, - die Bedürfnisse und Ziele formuliert und mit den Schlüsselakteuren diskutiert, - die angemessene Sicherheit definiert sowie die zu vermeidenden Risiken erkannt und bewertet, - gemeinsam eine optimale Lösung bzw. Massnahmenkombination erarbeitet, - ein Bewusstsein zum verbleibenden Risiko geschaffen werden. Der Risikodialog ist Voraussetzung dafür, dass Massnahmen und verbleibende Risiken breit akzeptiert und solidarisch getragen werden können. Die involvierten Akteure entwickeln ihre Risikokompetenz im Kontext von Biodiversität und Ökosystemleistungen weiter und können Änderungen und Unsicherheiten auf ihre Entscheidungsrelevanz überprüfen. Abhängig von der Anzahl und Zusammensetzung der einzubeziehenden Akteure kann der Risikodialog in unterschiedlichen Gruppengrössen und -zusammensetzung(en) erfolgen. Der/die Auftragnehmer/-in unterbreitet dem Auftraggeber diesbezügliche Vorschläge. Die Auswahl und Zusammensetzung der am Risikodialog zu beteiligenden Akteure erfolgt in Absprache mit dem Auftraggeber.

Oficjalne źródło

Źródło: TED - Tenders Electronic Daily (Publications Office of the EU)

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Na podstawie 363 rozstrzygnięć z ostatnich 3 lat ze wskazanym wykonawcą. Liczone według rozstrzygnięć, a nie wartości, bo kwoty części i umów ramowych nie są porównywalne. Skoncentrowany: trzej najczęstsi wykonawcy zdobyli co najmniej 65% zamówień; wielu dostawców: poniżej 35% przy co najmniej dziesięciu różnych wykonawcach.

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